Startseite Aktuell Über uns Referenzen Kontakt wellmann.literaturbüro - presse lektorat konzepte [Logo]
Aktuelles [Foto]

LEISTUNGEN

Aktuelle Projekte


Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
Veranstaltungen
Lektorat


Gwenaëlle Aubry
Niemand


Roman
2013
erscheint am 6. September 2013
ISBN: 9783854208433
18.- €
gebunden, 21 x 13 cm
152 Seiten






Das Buch

Nach dem Tod ihres Vaters findet Gwenaëlle Aubry unter seinen Aufzeichnungen ein Manuskript mit dem Titel »Das melancholische schwarze Schaf« und dem Vermerk »à romancer, einen Roman daraus machen«. Sie beginnt daraufhin, ihre Erinnerungen an ihren Vater, in alphabetischer Reihenfolge von A wie Antonin Artaud bis Z wie Zelig aufzuschreiben, immer wieder erweitert um Notizen aus dem Manuskript ihres Vaters, der lange Jahre seines Lebens als manisch-depressiver Psychotiker in diversen psychiatrischen Kliniken verbracht hat.

Dieser, gewissermaßen, Dialog von Vater und Tochter enthüllt nicht nur die Leidensgeschichte des Vaters, sondern zeichnet ohne jede Sentimentalität und mit großer Einfühlungskraft eine ganze, prekäre Familiengeschichte nach: der Vater, selbst Sohn eines Arztes, ist Jurist an der Universität, seine Frau trennt sich bald von ihm und zieht mit den beiden Töchtern aus, sein Lebensweg schlingert zwischen seinen Vorlesungen, seinen Freundinnen und seinen häufigen Ausbrüchen in die andere, fremde Welt.

Aubry geht ihren Erinnerungen an ihre Kindheit, an die scheinheilige bürgerliche Welt der Großeltern nach und zeichnet dabei ein auch in seiner Sprache erstaunliches, berührendes Bild eines schwierigen Verhältnisses und eines großen Verlustes: nicht nur eines verschwundenen Vaters, sondern eines abwesenden Ich, eines Ich, das sich im Lauf seiner Krankengeschichte in vielerlei Masken und personae wiederzufinden hofft.

»Ein großartiger, zweistimmiger Roman über die seelischen Verwerfungen eines Mannes und seine Unfähigkeit zu leben. Niemand ist die schönste Hommage, die eine Tochter ihrem Vater darbringen kann.« (Le Figaro)

»The reader feels privileged to gain access to these troubled minds.« (New York Times)

Pressestimmen zur deutschsprachigen Ausgabe

»Ein diskreter, zutiefst anrührender Text (...) ein faszinierendes Stück Literatur.« (Niklas Bender, FAZ)

»Niemand ist ein so berührendes, ach was, erschütterndes wie literarisch ansprechendes Porträt des Vaters.« (Sebastian Fasthuber, Falter Bücher-Herbst)

»Was an Gwenaëlle Aubrys Roman fasziniert, ist die sehr schöne, poetische Sprache, und die Fähigkeit der Autorin, für ihr Verhältnis zum Vater und für seine tabuisierte Krankheit starke Bilder zu finden, die noch lange nachwirken.« (Stefanie Lässer, SWR2 Die Buchkritik)

»Das Schöne an dem Buch ist, dass diese Perspektive des Vaters der Tochter Demut verschafft, sie erhält eine neue Perspektive. Es ist nie larmoyant oder anklagend wie man das von therapeutischen Büchern kennt.« (Anja Hirsch, WDR 3 Gutenbergs Welt)

»Niemand ist die berührende Geschichte einer Vater-Tochter-Beziehung, erzählt nach dem Tod des Vaters. Die mosaikhaft-erhellende Darstellung einer lebenslangen Zuneigung.« (Edith-Ulla Gasser, Ö1)

»Gwenaëlle Aubry hat ein ungemein eindringliches Buch geschrieben, das in Frankreich mit dem renommierten Prix femina ausgezeichnet wurde. Sie bringt dem Toten und den "Episoden seines Wahns" Liebe und Respekt entgegen.« (Rainer Moritz, Die Welt)

»Ein zweistimmiger Gesang, das Porträt von Vater und Tochter, das Buch einer Liebe. Die Huldigung eines Menschen, der nicht so sein durfte, wie Menschen gefälligst zu sein haben.« (Peter, Pisa, Kurier)

»In einer sehr schönen, präzisen Sprache holt sich die trauernde Tochter nun den so oft abwesenden Vater zurück, zeichnet den Weg eines Mannes zwischen Bürgerlichkeit und wilden Abstürzen und Ausbrüchen nach und hat posthum einen schönen Roman daraus gemacht.« (Echo)

»Niemand ist ein ebenso berührendes wie kluges Buch und von großer sprachlicher Schönheit. Es ist ein intellektuelles und liebevolles Porträt einer besonderen Vater-Tochter-Beziehung.« (Friederike Gösweiner, Die Presse)

»Der Roman ist wie ein Gespräch zwischen Vater und Tochter, in einer einfühlsamen, klugen, berührenden, aber auch schonungslosen Offenheit.« (Inge Obermayer, Nürnberger Zeitung)

"eine berührende Erzählung" (Nürnberger Nachrichten)



Die Autorin

Gwenaëlle Aubry, geboren 1971, lehrte Philosophie an der Université Nancy 2 und an der Sorbonne, übersetzte Plotin und schrieb
mehrere Romane; für Niemand (2009) erhielt sie den Prix Femina.

Autorenfoto
© Stephane Haskell
 


© 2006 - 2009 wellmann.literaturbüro
 


» zum Seitenanfang