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Alfred Kolleritsch
Es gibt den ungeheuren Anderen


Gedichte. Mit einer Einleitung von Peter Handke
2013
ISBN: 9783854208372
18.- €
gebunden, 21 x 13 cm
80 Seiten







Zum Buch
Gedichte, auch die düstersten, sind Zeugnisse der Liebe zu den Dingen. Sie verwandeln Bewunderung und Zuneigung, Angst und Neugier, die ganze Energie, mit der wir uns der Welt nähern, ins Wort und das Schönste an der Welt ist, dass es da den Anderen, die Andere gibt. Was sich keineswegs von selbst versteht, im Gegenteil, dieser Andere ist eine nie nachlassende Herausforderung, eine Zumutung, ein Wunder, ein Schock.

Und dieser Schock bebt in den neuen Gedichten Alfred Kolleritschs nach. Es sind die ersten Gedichte nach einer mehrjährigen Pause, ein Neuanfang, meist knapp und manchmal beinahe fragmentarisch. Die Spannung zwischen Denken und Empfinden aber ist so drängend wie je, eine Kongruenz von beidem nur in der Poesie möglich: »Worte gehen an den Gedanken vorbei, / sie wollen fort / zu den Gedichten.«

Unerwartet einfach, aber immer auch scharf und unversöhnt sind diese Gedichte, und die unvergleichliche Stimme, die uns aus ihnen entgegenklingt, ist so überraschend und frisch wie vor 40 Jahren, als Alfred Kolleritschs erster Gedichtband erschien.

»Man soll das Offene in den Gedichten finden. Die Menschen sollen sich berühren lassen und nachdenken, sie sollen den Zugang zu leiseren Tönen finden und weg vom Schrillen«, sagt Alfred Kolleritsch in einem am Erscheinungstag gesendeten ORF-Interview.

Pressestimmen
»Eine ruhige, fast meditative Atmosphäre herrscht in diesen Gedichten bisweilen vor, die sich mit ihren wechselnden Rhythmen leicht über die Seiten bewegen.« (Nico Bleutge, NZZ)

»Kleine Glanzstücke an Eleganz und Sprachlust.« (Anton Thuswaldner, ORF ex libris)

»Man kann staunen, wie Alfred Kolleritsch mehr denn je das schöne Paradoxon beherrscht, mit Verknappung Himmel aufzureißen und Horizonte zu weiten.« (Michael Tschida, Kleine Zeitung)

»Die Verse verwandeln Bewunderung und Zuneigung, Angst und Neugier, die ganze Energie, mit der wir uns Tag für Tag der Welt nähern, ins Wort. Alfred Kolleritsch schafft mit seinem eindeutigen Bekenntnis ein Stück Welt, mag es vielleicht an gewissen Stellen elegisch-ironisch anmuten, seine (Grund-)Themen, das Leben und die Liebe, sind dennoch zutiefst lyrisch.« (Janko Ferk, Literaturhaus Wien)

»Die Gedichte erzählen von der Unaufhaltsamkeit der Zeit, vom Spurenhinterlassen und vom physischen Altwerden. Und zwischen den Zeilen pocht der vitale Geist eines niemals Erstarrenden.« (ORF Matinee am Sonntag, Sandra Nigischer)

»Kolleritsch gelingt es, seine Wörter kunstvoll zu verbinden. Am Ende kann man sogar den »Häherkampf im Herzen« spüren« (Nico Bleutge, Stuttgarter Zeitung)

»scharf und unversöhnlich - gleichzeitig aber auch von der Liebe zur Welt durchdrungen.« (Nikolaus Scholz, ORF Nachtbilder)

»Die Gedichte in Es gibt den ungeheuren Anderen sind eine Kriegserklärung an das Schwarzweißmalen, Wissen und Prahlen; sind sprachlich präzise, Aufmerksamkeit erzielend. Eine Liebeserklärung an das Hinschauen beim Zurückgehen. An das Gesicht: weiteres Zauberwort im Buch. An das Gedicht, das Glühen, das Verglühen, uns im Gedicht.« (Rainer Strobelt, Fixpoetry)



Der Autor
Alfred Kolleritsch, Dr. phil., Prof., geboren am 16. Februar 1931 in Brunnsee, Steiermark. Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte an der Universität Graz. Dissertation über Martin Heidegger. Gymnasiallehrer in Graz und Lehraufträge an der Universität Graz.
Mitbegründer und später Vorsitzender (bis 1995) der Künstlervereinigung Forum Stadtpark. Herausgeber der Literaturzeitschrift manuskripte (seit 1960). Seit 1997 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Auszeichnungen:
Buchpreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1974; Förderungspreis der Stadt Graz, 1974; Literaturpreis des Landes Steiermark, 1976; Petrarca-Preis, 1978; ›manuskripte‹-Preis des Landes Steiermark, 1981; Förderungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1983; Georg Trakl-Preis, 1987; Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik, 1994; Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, 1997; Prix France Culture, 1997; Peter Rosegger-Preis, 1998; Horst Bienek-Preis, 2005, Franz-Nabl-Preis 2009.

»Im Werk Alfred Kolleritschs ist auch die Dichotomie von Denken und Sinnlichkeit aufgehoben, man weiß bald nicht mehr, ob man denkt oder ißt. Oder ob man denkt, weil man ißt, oder ißt, weil man denkt.«
(Elfriede Jelinek)

»Schier überwältigend sind der Umfang und die Geschlossenheit seines lyrischen Werks, das an sprachlicher Schönheit bei einerseits hermetischer Dunkelheit, andererseits klarer und eingängiger Musikalität in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nichts Gleichwertiges hat.« (Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung)

»Als Intellektueller gehört Alfred Kolleritsch einer Spezies an, die in Deutschland kaum bekannt ist. Er ist ein moderner, entschieden antifaschistischer Denker, aber es wäre verfehlt, ihn der Linken zuzurechnen. Seine politische Haltung entspringt nicht einem sozialistischen) Gesellschaftsentwurf, sondern am ehesten einer elementaren Anständigkeit und einer gelebten Toleranz. Toleranz heißt hier nicht Beliebigkeit, heißt nicht Gleichgültigkeit gegenüber dem Übel, das es zu bekämpfen gilt, sondern Offenheit für künstlerische und auch politische Haltungen unterschiedlicher Provenienz. Zu den Qualitäten von Kolleritschs Prosa gehören die Genauigkeit der Details, die unmittelbar einleuchtende Originalität der Vergleiche. Diese Prosa ist unaufgeregt und in einem fast altmodischen Sinne "schön", auch und gerade dort, wo die Botschaft schrecklich ist. Musikalität der Sprache und lakonische Verknappung bilden eine dialektische Einheit.« (Thomas Rothschild, Titel-Magazin)

»Die Pfirsichtöter heißt Kolleritschs bekanntester Roman, in dem stets zugleich vom Denken und vom Essen die Rede ist, wie auch die Gedichte eine magische Balance halten zwischen dem Abstrakten und sehr Konkreten, ahnen lassend, dass ihr Autor seine Dissertation über Heidegger schrieb.« (Daniela Strigl, FAZ)

 


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