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Thomas Jonigk
Melodram


Roman
2013
ISBN: 9783854208341
19.- €
gebunden, 21 x 13 cm
196 Seiten








Das Buch

Die ehemals berühmte Schauspielerin Karin Hoffmann sieht sich einer unbestimmten Bedrohung ausgesetzt. Seit einiger Zeit erhält sie, in immer kürzeren Abständen, Briefe von jemandem, der ihre Tagesabläufe bis ins letzte Detail beschreibt und der sich wie ein Schatten über ihr Leben legt. Zunächst mutmaßt sie, ihr Mann Wolfgang, mit dem sie zahlreiche bedeutende Filme gedreht hat, könnte dahinter stecken. Gleichzeitig geht die Karriere ihrer Tochter Karla einem neuen Höhepunkt entgegen, ausgerechnet in einem Film mit dem Titel »Melodram«. In weiteren Rollen treten auf: die Produzentin Fiona und der magere, schüchterne und in Zitaten sprechende Hans, der eigentlich bereit wäre für die wahre Liebe.

Thomas Jonigks Roman ist ein Vexierspiel. Was als Krimi beginnt, verwandelt sich mit jedem neuen Kapitel in ein anderes Genre: vom Drama des abtretenden Stars, der Verzweiflung abseits des Scheinwerferlichts, dem Geschlechterdiskurs bis hin zum Traumspiel. Was alles verbindet, ist die Liebesgeschichte zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann, über die Jonigk uns mit Witz und Intelligenz in sämtliche Teilbereiche dessen einführt, was ein zeitgenössisches Melodram auf der Höhe seiner analytischen Schärfe auszeichnet.

Wenn Hitchcock auf Almodóvar trifft, sind Wunden und Verletzungen zu erwarten: Verletzt werden nicht nur Körper und die Grenze zwischen Illusion und Realität, sondern auch die Regeln der ›schönen Literatur‹ woran allerdings wir Leser und Leserinnen uns erfreuen dürfen.

Pressestimmen

"Was ein`Melodram´mit seelischer Gewalt zu tun hat, wie viel schräger Humor und verrückte Glücks-Empfindsamkeit in ihm stecken können, davon erzählt Thomas Jonigks neuer Roman. Vor allem ist dieser Autor ein glänzender Stilist, dessen konzentrierter Text präzise gearbeitet ist und voller zarter, poetischer Momentaufnahmen steckt." Nicole Henneberg, FAZ

»Ob Menschenbeobachtung oder Seelenschau Jonigk differenziert und verfeinert ... irritierend und aufwühlend zugleich ... Wie bei einer Höhenwanderung wechselt mit jeder Seite das Panorama, eröffnet sich hinter jeder Biegung ein neuer schwindelerregender Abgrund.« Eva Behrendt, SZ

»Melodram ist ein Roman der Möglichkeitsformen, der Kontingenz. Im Kontrast dazu allerdings ist Jonigks Stil klar, gestochen, geradezu kalt. Aus dieser Dichotomie ergeben sich immer wieder reizvolle und überraschende Momente. Überhaupt ist es Jonigk hoch anzurechnen, dass er die technische Virtuosität (...), nicht ausstellt, sondern wie selbstverständlich zum Bestandteil des Textes werden lässt.« Christoph Schröder, taz

"Thomas Jonigk treibt mit Wirklichkeit und Erfindung ein apartes Spiel. In einem glasklaren Präsens, das auf die Gegenwärtigkeit des Films zielt (...) dreht und wendet Jonigk das Verhältnis der Geschlechter." Katrin Schuster, Stuttgarter Zeitung

"Melodram ist ein elegantes Spiel mit Handlungs- und Bedeutungsebenen." Christoph Schröder, Journal Frankfurt

»Jonigk versteht es meisterlich, Versuchsanordnungen zu entwerfen, durch die seine Figuren wie Labormäuse irren. Grausam, aber spannend.« Karin Cerny, profil

»Ein klug gebauter Roman« Rainer Moritz, Die Furche

»Jonigk verwickelt den Leser in ein reizendes Vexierspiel, sorgt für Irritationen und überraschende Wendungen, die Grenzen zwischen Illusion und Realität verschwimmen zunehmend.« Britta Helmbold, Ruhr-Nachrichten

»Feines Lese-Kino« Helmuth Schönauer, biblio.at

»Thomas Jonigk hat in "Melodram" eine unterhaltsame und herausfordernde Schnittmenge von Almodovar und Hitchcock in Romanform ausgearbeitet und Figuren kreiert, die zugleich sympathisch und schwer greifbar sind.« Christoph Hartner, Kronenzeitung




© T+T Fotografie / Toni Suter + Tanja Dorendorf
Der Autor

Thomas Jonigk ist einer der prägenden Autoren seiner Generation. Geboren 1966 in Eckernförde, schreibt er seit 1991 Theaterstücke, Libretti, Drehbücher und Romane.

Seine Theaterstücke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und werden erfolgreich aufgeführt. Eine erste Sammlung ist 2008 bei Droschl unter dem Titel Theater eins erschienen. Sein erster Roman Jupiter erschien 1999, gefolgt von Vierzig Tage (Droschl 2006), für den er 2009 (gemeinsam mit seinem Übersetzer Bernard Banoun) den »Prix Amphi« für den besten nicht-französischen Roman in französischer Übersetzung erhielt.

Als Regisseur arbeitete Jonigk u.a. am Schauspielhaus Zürich, am Luzerner Theater, an der Berliner Volksbühne sowie am Schauspielhaus Wien, dem er von 1997 bis 1999 als Chefdramaturg angehörte.
http://www.thomasjonigk.de

 


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