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Olga Martynova
Mörikes Schlüsselbein


Roman
2013
ISBN: 9783854208419
22.- €
gebunden, 21 x 13
ca. 320 Seiten








Das Buch
Mit einem Kapitel aus ihrem zweiten Roman hat Olga Martynova im Juli 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Wie sie in diesem Preis-Kapitel mit leichtester Hand die Motive rund um den Protagonisten verwob, bis daraus ein strahlendes Beispiel für die Souveränität der Literatur im (oder sogar über das) Leben entstand, so bewegen sich die (scheinbaren) Gegensätze Literatur und Leben, Dichtung und Alltag, Geschichte und Gegenwart, Russland, Amerika und Deutschland, Traum und Realität auf beschwingteste Weise durch den ganzen Roman.

Marina und Andreas sind ein mehr oder weniger stabil verheiratetes russisch-deutsches Paar in den besten Jahren, in ihrem Freundeskreis Schriftsteller, Dichter, Künstler: der Sinologe Pawel kennt zwar nach wie vor hunderte von chinesischen Gedichten auswendig, vergisst aber, was vor einer Stunde war, der Ballerina Antonia sind die Menschen ausgegangen, denen sie von ihren Tourneen Geschenke mitbringen kann, und aus dem Russisch-Studenten John ist ein Agent geworden.

Und während der alte russische Dichter Fjodor stirbt, werden gerade wieder neue Künstler geboren: Andreas' und Marinas Sohn Moritz wird zum Dichter, ihre Tochter Franziska zur Malerin. Mit feinstem Sinn für die Realität, einem offenen Blick für das Phantastische und dem für sie typischen Humor erzählt Olga Martynova von der Selbstfindung und der Situation des Künstlers in der Gegenwart und verbindet das auch noch mit einem Schuss Agentenroman.

Stimmen der Jury zum Ingeborg-Bachmann-Preis 2012

»Mir gefällt vor allem dieser hintersinnige, lakonische und anarchische Witz,
der von der Aussparung lebt und von der Andeutung.« Daniela Strigl

»Das sind wunderbare Kunstgriffe, die man können muss.« Hubert Winkels

»… ein Text, der von der Geburt eines Dichters erzählt, von der Geburt des Sinns
aus der Sinnlichkeit, ein großer poetischer und kluger Text.« Paul Jandl

Pressestimmen zum Buch

»Tiefgründig, kurzweilig und lustvoll verspielt: Olga Martynovas Roman "Mörikes Schlüsselbein" knüpft gekonnt an moderne Traditionen an und holt diese in die Gegenwart.«
Jan Wiele, FAZ

"Ein Roman, der nicht nur von Deutschen, Russen, Amerikanern erzählt, sondern auch von den Zauberkräften der Sprache, dem Leitmedium zwischen Körper und Seele."
Meike Fessmann, SZ

"Der Text folgt keinem traditionellen Erzählen, aber er ist dennoch leicht und wunderbar zu lesen: Wenn man musikalische Schwindelgefühle nicht scheut und sich mittragen lässt vom Überlebensmut einer radikalen Phantasie (...) Mosaike einer die Konventionen entwaffnenden Welt." Angelika Overath, NZZ

»Vom Stoff her ist "Mörikes Schlüsselbein" ein ausufernder Familienroman, der vom Leben und Sterben erzählt und von der Auferstehung der Toten in der Erinnerung Anderer. In seiner kaleidoskophaften Anlage ist es aber zugleich ein Versuch über das Fortleben von Büchern in anderen Büchern. Olga Martynova feiert ein wahres Fest intra- und intertextueller Bezüge.«
Gregor Dotzauer, Tagesspiegel

»Künstlerische Boheme zwischen alter und neuer Welt: "Mörikes Schlüsselbein", der zweite Roman der Bachmannpreisträgerin Olga Martynova, entfacht einen Wirbel von Szenen.«
Christoph Schröder, taz

»Olga Martynovas fantastischer Welt- und Familienroman "Mörikes Schlüsselbein" handelt von Liebe, Mühsal und den beträchtlichen Freuden des Lebens, Tod, der Dummheit und Klugheit der Menschen, der Verbesserung und Unverbesserlichkeit der Welt.«
Judith von Sternburg, Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau

»Der eigentliche Gegenstand des Romans ist das Verhältnis von Sprache und Welt und seine eigentliche Heldin die Sprache.«
Ruth Fühner, hr2

»Fantasievoll, realistisch, intelligent, lebendig und poetisch«
Peggy Neidel, Der Freitag

»Der Titel dieses Buches führt in die Irre. Das Schlüsselbein ist der Knochen, den einem die Autorin zuwirft, um den plotsüchtigen Leser zu besänftigen. Wenn man sich daran trotzdem nicht die Zähne ausbeißt, liegt es daran, dass die fantastische Offenheit dieses Buches bei aller artistischen Konstruktion einen verblüffend leichten und charmanten Ton besitzt.«
Gregor Dotzauer, dradio Kultur

"Darauf kommt es an in diesem Roman: dass die Poesie immer weiterlebt, weil die Welt sonst wahrscheinlich gar nicht existieren würde."
Peter Pisa, Kurier

"Vom Sterben und der Unsterblichkeit handelt "Mörikes Schlüsselbein", vom Glück und der Sehnsucht; davon, dass der Mensch auch und vor allem die Summe aller ungenutzten Möglichkeiten ist."
Dirk Wolters, Frankfurter Neue Presse

»Mit einer faszinierenden Leichtigkeit, mal in einer lakonischen, mal in einer poetischen Sprache wirbelt Olga Martynova die Begegnungen und Sehnsüchte und Phantasien ihrer Protagonisten durcheinander. Unvorhersehbar. Wie schwerelos.« Inge Obermayer, Nürnberger Zeitung

»Olga Martynova lässt ihre Bücher in einer Sprache erstrahlen, die mehrdeutig und munter ist, die von Ideen nur so sprüht und keine Gelegenheit auslässt, eine gute Geschichte zu erzählen.« Michael Braun, Kölner Stadt-Anzeiger

»Ein wunderbarer, poetischer Text, mit großer Souveränität erzählt.«
Marianne Fischer, Kleine Zeitung

"ein Buch, in dem man als Leser glücklich verlorengehen kann"
Sebastian Fasthuber, Falter

"Eine Hommage an die Literatur mit immenser Sprachkraft und galligem Humor"
Bruno Jaschke, Wiener Zeitung

»Olga Martynova ist nicht nur eine kluge Dichterin, die sich auskennt in den sprachtheoretischen Diskursen der philosophischen Avantgarde. Sie ist vor allem, das beweist auch ihr zweiter Roman, eine raffinierte Erzählerin, die in ihrer zweiten Sprache cool und komisch, alltagstauglich, selbstironisch und mit respektlosem Witz den deutschen Roman aus seinem Dornröschenschlaf aufschreckt.« Beatrix Langner, Deutschlandfunk

"Olga Martynova schreibt Romane, so witzig und kunstvoll, dass sie dafür mit den wichtigsten Buchpreisen belohnt wird zuletzt mit demBachmannpreis für ein Kapitel aus ihrem jüngsten Buch "Mörikes Schlüsselbein"." Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

»Eine Wundertüte voller Witz und Weisheit. (...) In episodischen Schlaglichtern verhilft die Autorin ihren Figuren zu leuchtender Lebendigkeit. Selten gingen Witz und Weisheit so traumschön zusammen.«
Britta Heidemann, WAZ

"Temporeich und witzig, voller Wortspiele, poetisch und manchmal zum Schmunzeln." Mirjam Steger, Radio Bremen

"Ein Roman, der mit globalisierten Lebensverhältnissen ernst macht."Andreas Trojan, BR Diwan

"Mit Humor und Freimütigkeit, Freude am Spiel, am Vertauschen und Verwandeln (...) wird Olga Martynova ihre Leser finden." Martin Grzimek, SWR2, Forum Buch

»Ein belebendes Lesevergnügen! Ein Bewusstseinsstrom neuer Prägung, der sich gekonnt vor der reichen avantgardistischen Tradition der deutschen und russischen Literatur verneigt!« Pascal Fischer, NDR




Aleksandra Pawloff
Die Autorin

Olga Martynova, 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien geboren, wuchs in Leningrad auf, studierte russische Sprache und Literatur; 1991 zog sie nach Deutschland. Sie lebt mit ihrem Mann Oleg Jurjew in Frankfurt/Main. Sie schreibt Gedichte (auf russisch) und Essays und Prosa (auf deutsch): Brief an die Zypressen (Gedichte, 2001, dt. von Olga Martynowa und Elke Erb), Wer schenkt was wem (Essays, 2003), Rom liegt irgendwo in Russland (mit Jelena Schwarz. Gedichte, 2006) und In der Zugluft Europas (Gedichte, 2009). Mit ihrer Lyrik war Olga Martynova auf der Longlist für den Russischen Preis 2009, mit ihrem Roman-Debüt Sogar Papageien überleben uns (Droschl 2010) kam sie auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2010 und auf die Shortlist des Aspekte-Preises 2010. 2011 erhielt sie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert Bosch Stiftung und den Roswitha-von-Gandersheim-Preis. 2012 gewann Martynova den Ingeborg-Bachmann-Preis für ein Kapitel aus dem Roman Mörikes Schlüsselbein.

 


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