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Manfred Rumpl
Ein Echo jener Zeit


2012
ISBN: 9783854208280
19.- €
gebunden, 21 x 13 cm
232 Seiten





Das Buch
2012: Der in Syrien untergetauchte und unter dem Schutz der Assads lebende SS-Hauptsturmführer Alois Brunner, Eichmanns Erfüllungsgehilfe und verantwortlich für die Deportationen aus Wien, Berlin, Griechenland, der Slowakei und Südfrankreich, bereitet sich auf seinen 100. Geburtstag vor und mit ihm ein Netzwerk von Alt- und Neonazis, die sich dieser Symbolfigur, aber auch seiner damals angehäuften geraubten »Schätze« bedienen wollen.

Ausgerechnet Martha, eine junge Journalistin in Wien, der die NS-Zeit wie vielen ihrer Generation sowas von egal ist, die alles darüber gehört hat und der die aktuellen Missstände der Politik wesentlich wichtiger sind als die Geschehnisse des vorigen Jahrhunderts, erhält den Auftrag, eine Serie über Alois Brunner zu schreiben. Die Recherche führt sie als erstes in die Vergangenheit ihrer eigenen Familie nach Fürstenfeld, wo ihre Großmutter, 70 Jahre danach, noch immer ins Schwärmen gerät, wenn sie vom jungen Alois Brunner berichtet, der in einem Nachbardorf aufwuchs. Die Geschichte führt Martha immer häufiger und tiefer in diese steirisch-südburgenländische Welt hinein, an der auch ihr 68er-Vater schon beinahe gescheitert wäre und ihre Mutter tatsächlich zugrunde gegangen ist …

Ein Krimi, eine Ermittlungsgeschichte, eine Serie von historischen Verbrechen und dennoch erzählt mit unaufgeregter Ruhe, mit dem Wissen, dass nicht die Sensationsfakten zählen, sondern das Alltägliche.

Pressestimmen zum Buch
»In dem Roman bewegen sich zwei Menschen aufeinander zu: Hier der fast 100-jährige SS-Hauptsturmführer Alois Brunner, der sich auf die Rückkehr nach Österreich vorbereitet. Da die Journalistin Martha Berger, die gerade erst beginnt, sich mit dem Nationalsozialismus zu beschäftigen. Besonders gut gelingt es Rumpl, sowohl in die Haut des greisen Nazi-Schergen zu schlüpfen und die Hinfälligkeit des Körpers, das langsame Verlöschen des Geistes zu beschreiben, aber auch in die Figur einer jungen unbefangenen Frau, die erst ihren Zugang zur Epoche des Nationalsozialismus finden muss.« Stefan May, Deutschlandradio

»Es ist selten, dass Romane mit aktuellen politischen Entwicklungen Schritt halten. Zu Recht fürchten viele Autoren, durch die Nähe zum Tagesgeschehen die Literatur an die Kolportage zu verraten. Manfred Rumpl lässt sich mit seinem Roman über den österreichischen Kriegsverbrecher Alois Brunner auf dieses Wagnis ein.« Erwin Riess, Die Presse

»Geschickt verknüpft Rumpl die Familiengeschichte der Journalistin, die ob ihrer Nachforschungen ins Fadenkreuz der Neonazi-Szene rund um Gerd Honsik (im Roman "Endsik") gerät, mit dem Leben von Brunner. Der spekulative Plot würde sich zum Verfilmen eignen: Ein Echo jener Zeit wird gegen Ende hin, wenn sich die Handlungsstränge vereinen, ungemein spannend.«Thomas Trenkler, Der Standard

»Wie selten einem Autor gelingt es Manfred Rumpl, das Gefühl einer Generation einzufangen, für welche die Zeit des Nationalsozialismus eine leider alte Geschichte ist.« Andreas Hauser, ECHO

»Manfred Rumpl hat sein Buch zwischen Spekulation und Dokumentation angesiedelt. und vermittelt etwas besonders gut: Verwickelt sind in das, was vor gerade zwei Generationen Europa in den Abgrund stürzte, mehr, als man gerne glauben würde. Und abgeschlossen ist noch lange nichts.« Wolfgang Huber-Lang, APA

»Pfiffig nutzt Manfred Rumpl die Struktur, um Marthas Erlebnisse und Recherchen gegenüberzustellen. Alte und junge Nazis mischen im Hintergrund mit, Computerfreaks und der Sohn eines Opfers helfen Martha bei ihren Ermittlungen, die sie mit einem peinlich gehüteten Famiuliengeheimnis konfrontieren.« Erich Demmer, WienLive

»Was Manfred Rumpl mit diesem Buch vortrefflich gelingt, ist das Gefühl einer Generation zu schildern, die glaubt, dass sie der Nationalsozialismus nicht mehr berühren oder interessieren müsse. Rumpl deckt auf, dass gerade durch unsere Ignoranz gegenüber diesen Problemen die Neonazis ihre ideale Entfaltungsmöglichkeit finden. Hier wird dieses Buch leider brandaktuell. « Spunk Seipel, Literaturhaus Wien

»Rumpl beschreibt anhand seiner Figuren die verschiedenen Möglichkeiten, wie man sich heute mit Nationalsozialismus beschäftigen kann. Er beschreibt kurz und knapp, führt die Erzählstränge gezielt zueinander und verzichtet auf eine Bewertung des Beschriebenen. So kann sich der Leser eine eigene Meinung bilden.« Thomas Neumann, literaturkritik.de

»Manfred Rumpl spielt mit dem Geheimnis. Sein Roman gibt sich als Krimi und ist als solcher auch ziemlich spannend. Andeutungen sind geschickt gesetzt, Fährten stimmig ausgelegt. Martha verstrickt sich immer tiefer in die Biographie Alois Brunners...« Susanne Schaber, Ö1 ex libris

»Was Manfred Rumpl mit diesem Buch vortrefflich gelingt, ist das Gefühl einer Generation zu schildern, die glaubt, dass sie der Nationalsozialismus nicht mehr berühren oder interessieren müsse. Rumpl deckt auf, dass gerade durch unsere Ignoranz gegenüber diesen Problemen die Neonazis ihre ideale Entfaltungsmöglichkeit finden. Hier wird dieses Buch leider brandaktuell. Denn wie wir aus jüngster Zeit wissen, ertönen die Echos jener Zeit wieder verstärkt.« Spunk Seipel, Literaturhaus Wien



Der Autor
Manfred Rumpl, 1960 in der Steiermark geboren, jobbte in verschiedenen Sparten in Österreich und Deutschland, bevor er in Graz und Wien Philosophie studierte und mit einer Arbeit über Baudelaire abschloss. Er erhielt für seine Romane unter anderem den ›aspekte‹-Literaturpreis des ZDF (1993) und den Deutschen Kritikerpreis. Manfred Rumpl lebt in Wien und der Steiermark.
Zuletzt erschienen die Romane Ihr Mann und der Fremde (2008) und Die kosmische Komödie (2010) sowie die Erzählungen Das weibliche Element (2012).



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