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Iris Hanika
Tanzen auf Beton


Weiterer Bericht von der unendlichen Analyse
2012
ISBN: 9783854207993
19.- €
gebunden, 21 x 13 cm
168 Seiten




Zum Buch
Solange es währte, fühlte sie sich in einem fort glücklich, doch tat­sächlich war es ein bizarres Liebesverhältnis, das da gerade gescheitert ist. Das Scheitern ist nichts Neues, immerhin endeten auch alle früheren Verhältnisse unglücklich, aber warum das Unglück gerade diesmal so unendlich groß ist, verwundert sie nun doch. Immerhin war das ein Verhältnis, in dem sie in Wirklichkeit gar nicht existierte. Noch größer aber ist die Frage, warum sie sich auf dieses Verhältnis überhaupt einge­lassen hatte warum sie sich überhaupt seit vielen Jahren nur auf heimliche Verhältnisse eingelassen und geglaubt hatte, darin »a whole lotta love« zu finden. Aber ebenso brachial wie das Stück von Led Zeppelin war auch jeweils die Liebe.

Obwohl Iris Hanika ein weiteres Mal die Technik der Psychoana­lyse vor­führt und am konkreten Beispiel zeigt, wie das auf der Couch gelernte Handwerkszeug hilft, durchs Leben zu kommen, ist es keine Fallge­schichte, die sie hier vorlegt, sondern vielmehr ein kluger Roman im typischen Hanika-Sound nicht nur über Formen der Liebe, sondern vor allem auch über Musik und die Unerträglichkeit der Gegenwart, und nicht zuletzt über die Folgen sexuel­ler Gewalt, die ein Leben lang fortwirken und es durchaus bestimmen können.


Pressestimmen
»In ihrem Buch "Tanzen auf Beton" bringt Iris Hanika ganz gegensätzliche Welten unter ein Prosadach, vom Berliner Kult-Techno-Club Berghain (daher der Titel) bis zur Couch der Psychoanalytikerin klug beobachtet und kommentiert.« Der Spiegel

»Zu einem ambitionierten Gegenwartsroman avanciert Tanzen auf Beton, weil die Rückblicke sich mit subtilschnoddrigen Gedanken zur Einsamkeit, zum Älterwerden, zur sexuellen Unlust und zum Gefühl überlagern, irgendwie nicht mehr in Clubs wie ins Berghain zu gehören. Die Erzählerin nimmt die Aporien von Gedächtniskultur, romantischem Liebesmodell und Sprache in den Blick. Für sie gibt es kein Zurück hinter die Postmoderne....Spätestens im Zusammenspiel ihrer drei Romane hat Iris Hanikas literarische Stimme großes Gewicht.« Christian Metz, FAZ

»Überall, wo sie sich bewegt, zeigt die Erzählerin ein bestechendes Flair für das Detail, für die genaue Beobachtung. Die Vorliebe für das Beiläufige und Disparate, der gelassene Blick auf das Unfertige, all da trägt viel bei zum Charme dieses im Grunde masslosen Buches.« Martin Zingg, NZZaSonntag

»Ja, wüst ist das Buch geworden, wüst und schön. Und Iris Hanika ist eine Meisterin der Unglücksversprachlichung, überhaupt der Gefühlsüberführung in Schriftlichkeit.« Eva Berendt, taz

»Warum wollte sie diesen und keinen anderen, warum liebte sie einen verheirateten Mann, der überhaupt nicht zu ihr passte, der nicht mal gut im Bett war? Die Protagonistin in dem Roman von Iris Hanika unterzieht sich einer andauernden Analyse und schreibt sich so eine unmögliche Liebe vom Leib und von der Seele.« Manuela Reichart, WDR 3

»Iris Hanika, eine der markantesten Stimmen ihrer Generation, macht aus ihrer Erfahrung auf der Couch große Literatur. Es gibt schöne, seltsam schmerzliche Anekdoten von Reisen nach Schanghai und nach Rußland, von einem Nachmittag bei IKEA. Versprüht wird dabei ein intimer wie melancholischer Charme ... Nicht zuletzt betört an Iris Hanika die Lakonie, im Leben wie im Roman.« Katharina Schmitz, Der Freitag

»Wer sich auf diese ungeschützte Offenheit einlässt, erlebt eine Achterbahnfahrt der Gefühle: von Kopfschütteln, Abwehr und Verdruss, über eine allmählich wachsende Anteilnahme, bis hin zu Respekt und schließlich sogar Verzauberung.« Meike Feßmann, Deutschlandradio

"Tanzen auf Beton ist ein ausuferndes, maßloses, chaotisches Buch, es ist auch ein Buch über die Unerträglichkeit der Gegenwart, die immer wieder mit künstlerischen Fluchtangeboten kompensiert werden muss. Und Iris Hanika beweist hier einmal mehr, dass sie zu den Künstlern gehört, deren Angebote man gern annimmt." Frank Schäfer, ZEIT online

"Zwischen Lebensknotenentwirrung und Weltbeobachtung ... Das Spezifische an ihrer Geschichte bringt Iris Hanika sowohl "ungeschützt", wie man früher sagte, als auch mit einigem Unterhaltungswert herüber." Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung


"Klug komponiert, behauptet der Roman die Möglichkeit einer authentischen Sprache, die in keiner Schreibwerkstatt erlernbar ist, und eines individuellen Schicksals, in dem Autorin und Ich-Erzählerin kunstvoll miteinander verschmelzen." Inken Steen, Weser-Kurier

»Iris Hanikas Romanbericht handelt von einer komplizierten Liebesbeziehung und geht ans Eingemachte. Dafür hat Hanika einen Schreibstil gewählt, der eher dem Prozess einer Psychoanalyse mit heiteren Passagen ähnelt, als dem eines Romans.« Ulrich Rüdenauer, DLF Büchermarkt

»Schonungslos und klug schreibt Hanika, lakonisch, begabt mit der Fähigkeit zum trockenen Witz, so dass all das Intime, das wir erfahren, sie nicht bloßstellt und der Text nicht im privaten Allerlei verharrt. Er ist ein Plädoyer, auf die eigene Erkenntnisfähigkeit zu vertrauen und sein Leben zu verändern.« Carsten Hueck, Ö1 Ex libris

»Viele kluge Erkenntnisse.« Barbara Mader, Kurier

»Hanika bei der Deutungsarbeit über die Schulter schauen zu dürfen, wie sie in Denkschleifen ihr Problem umkreist, in einer konzisen, manchmal etwas spröden Diktion ihren Alltag durchleuchtet, wie sie mit spielerischem Witz Analogien herstellt zu weit entfernten Themen und Stoffen und diese Zusammenhänge fruchtbar macht das ist der eigentliche Spaß, das macht die Lektüre zu einem stets überraschenden und beglückenden Erlebnis.« Frank Schäfer, Junge Welt

»Ein Buch über den Irrsinn des Begehrens und den Lebenswillen einer Frau, die mit dem Leben hadert ... Iris Hanika ist eine virtuose Anatytikerin alltäglicher Existenzzumutungen.« Svenja Flaßpöhler, Philosophie Magazin

»Iris Hanika hat mit Tanzen auf Beton ein radikales Buch geschrieben, eines, das aufdeckt, statt eine einlullende Geschichte zu erzählen (...). Wer ähnliche Ansprüche an Kunst und Literatur hat, sollte Iris Hanika unbedingt lesen.« Elke Engelhardt, Fixpoetry

»Der neue Roman der LiteraTourNord-Preisträgerin Iris Hanika erzählt vom Altern und vom Jungsein.« Martina Sulner, HAZ

"Selbstanalytische Romane gibt es viele, doch in Sprache und thematischem Zugang ist Hanika eine markante Stimme für die Generation der 40something inmitten ihrer Midlife-Melancholie. Sie changiert ungezwungen, ausgehend von Eindrücken über das Erleben zur Erforschung des Selbst, von der Erkenntnis über die experimentelle Erzählung zum Essay, unterbrochen von beiläufigen Episoden und philosophischen Exkursen." Gunther Neumann, Wiener Zeitung




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Die Autorin
Iris Hanika, geboren 1962 in Würzburg, lebt seit 1979 in Berlin.

Veröffentlichungen: Katharina oder Die Existenzverpflichtung (Erzählung, 1992), Das Loch im Brot (Chronik, 2003), Musik für Flughäfen (Kurze Texte, 2005), Die Wette auf das Unbewußte oder Was Sie schon immer über Psychoanalyse wissen wollten (mit Edith Seifert, 2006), Berlin im Licht. 24 Stunden Webcam (Hg. mit Stefanie Flamm), Treffen sich zwei (Roman, 2008), mit dem sie auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises kam sowie Das Eigentliche (Roman, 2010).
2006 erhielt Iris Hanika den Hans Fallada-Preis, 2010 den European Union Prize for Literature und 2011 den Preis der LiteraTourNord.

»Iris Hanika ist sowohl eine politische und realistische Erzählerin, gleichzeitig aber auch eine Kunstschriftstellerin, wobei die Kunstschriftstellerin so geschickt getarnt ist, dass man sie beim schnellen Lesen der Texte sogar übersehen kann. Dass uns die Autorin diese Möglichkeit einräumt, gehört zu ihrer Bescheidenheit. Sie muss uns Leser nicht sogleich mit der Nase darauf stoßen, dass wir es hier mit Kunst und vor allem mit Kunst zu tun haben.« (Wilhelm Genazino)

Autorenfoto
©Krekeler
 


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