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Thomas Stangl
Reisen und Gespenster. Essays, Reden und Erzählungen


2012
ISBN: 9783854207917
22.- €
gebunden, 21 x 13 cm
240 Seiten
mit zahlreichen Schwarz-Weißfotos

Reisen und Gespenster ist eine Sammlung mit meisterhaften Aufsätzen und essayartigen Prosastücken, angefangen mit einer der ersten Veröffentlichungen Stangls, einem Bericht über eine Reise nach Nordwestmexiko auf den Spuren von Antonin Artaud, bis zu unveröffentlichten semi-fiktionalen Tagebucheintragungen (die ebenfalls in Mexiko spielen).

Thomas Stangl gibt in diesem Band Einblick in seine Werkstatt und gleichzeitig Auskunft über die Literatur. Es geht um Landschaften, um Filme und Bilder, um Songs und Bücher, und immer stehen im Zentrum solche Ausnahmezustände wie Reisen oder Krankheit, für die diese Halbwachzustände des Geistes, dieses Wegdriften und gleichzeitig Sich-Öffnen der Aufmerksamkeit so bestimmend sind, die wir auch in den zentralen Passagen seiner Romane finden. »Lange Zeit habe ich mich bemüht, nur schriftlich zu existieren«, so beginnt ein Text, der die existenzielle Wichtigkeit von Literatur auf nahezu körperliche Weise spürbar macht.

Die Komplexität und Schönheit von Stangls Sätzen sind in allen Texten dieses Bandes evident, egal ob er von der elenden finanziellen Misere des werdenden Schriftstellers erzählt oder von einem Besuch in einem Pflegeheim für Demenzkranke, der Porträtkunst großer Maler nachspürt oder dem Werk des verrückten Schriftstellers Raymond Roussel: diese Texte sind ein Muss für alle an wahrhaft intensiver Literatur interessierte Leser, denn »vielleicht gibt es keine schönere, offenere, unverbohrtere Art, die Natur, das Eigene, die anderen zu finden, als die Literatur. Es muss in ihr um etwas gehen, das mehr ist als das, was man aufschreiben kann, das es aber, ohne dass es aufgeschrieben ist, ohne die Form, nicht geben würde (es muss um Literatur gehen, damit es um mehr als Literatur gehen kann).«

Pressestimmen
"G'scheit ist schön, Nestroys Bonmot gilt für dieses Buch, in dem sich dem wunderbaren Erzähler der noble Intellektuelle zugesellt." Sibylle Cramer, Süddeutsche Zeitung

"Reisen und Gespenster sind das Markzeichen von Thomas Stangl: seine vielfach ausgezeichneten und von der Kritik einhellig gelobten Romane handeln von der Möglichkeit und Unmöglichkeit des Reisens. Das heißt: Wer nicht reist, wird zum Gespenst. Und zugleich: Kein Gespenst wird durch Reisen zu einer Person. Weil wir aber nicht immer reisen können, lesen wir. Dieses Weltbild en miniature ist zugleich Thomas Stangls Poetik. Stangls Hauptort ist das schreibende, nicht das erzählende als vielmehr das reflektierende Ich." Erich Klein, ORF Ex libris

»Dieser Band gibt einen guten Überblick, was diesen Autor seit seinen Anfängen umtreibt, was für eine Schreibarbeit dem ersten Roman "Der einzige Ort" voranging und dann nicht mehr aufhörte.« Karl Wagner, Falter

»Thomas Stangl geht aufs Ganze. Ihn interessiert, wie das Beobachtete, die ›Welt‹, zur Erfahrung, zu Sprache werden kann.« Wolfgang Straub, Die Presse

»Großartige Erzählungen vom Reisen, durch Städte, Musik, Bilder aber es ist auch eine Poetik, vorwärts wie rückwärts: Stangl zeigt uns die Rückseite des Schreibens als die Rückseite der Erfahrung selbst, die Schwierigkeit, sich durch das immer schon (sprachlich) vorgeprägte Schauen hindurch etwas zu eigen und dennoch zu Sprache zu machen.« Bernhard Oberreither, Literaturhaus Wien

»Die Texte sind pointiert, nicht ohne Humor, klug geschnitten. Das Verstricken, das Verlaufen, das Innehalten ist Programm: die Bewegung durch diese Texte schärft die Sinne. Und das Aufzeichnen von Gedanken und Eindrücken kann das Leben vielleicht nicht erträglich machen, aber etwas erträglicher. Mit der Archivierung der Umwelt wird die eigene Gegenwart, so sieht und beweist es Thomas Stangl, erst erfahrbar gemacht..« René Becher, Buchund.de



Thomas Stangl, 1966 in Wien geboren, studierte Spanisch und Philosophie und veröffentlichte bisher in Literaturzeitschriften. Thomas Stangl lebt in Wien.
Für seinen ersten Roman Der einzige Ort erhielt er den aspekte-Preis für das beste deutschsprachige Debüt 2004.
2006 erscheint sein zweiter Roman Ihre Musik, der 2007 mit dem Literaturpreis der Deutschen Wirtschaft ausgezeichnet wird.
Im Juni 2007 gewinnt Thomas Stangl beim Bachmann-Preis in Klagenfurt den Telekom-Preis für einen Auszug aus seinem dritten Roman Was kommt (Droschl, 2009).
Im Oktober 2009 wird Stangl der manuskripte-Preis verliehen, im Oktober 2010 ist er der erste Preisträger des Literaturpreises Alpha.
Aus der Laudatio des Juryvorsitzenden Josef Haslinger: »Es gibt keinen österreichischen Schriftsteller, der so sehr in der Lage ist, Figuren eine eigene Wahrnehmung zukommen zu lassen und sie gleichsam darin einzuspinnen wie Thomas Stangl.«
2011 erhält Thomas Stangl den mit 15.000 Euro dotierten Erich-Fried-Preis.

www.thomasstangl.com



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