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Helwig Brunner, Stefan Schmitzer
gemacht | gedicht | gefunden


über lyrik streiten
2011

ISBN: 9783854207870

19.- €

gebunden, 21 x 13 cm

192 Seiten


Wenn Sie gedacht haben, »über Lyrik streiten« bedeutet, sich über Gedichte und Lyriker in die Haare zu geraten und sich in einiger Entfernung von dem zu bewegen, was den durchschnittlichen Leser bewegt ja, doch, Lesen sollte schon zu Ihren Kompetenzen und mehr noch, zu ihren Leidenschaften gehören! , haben Sie sich geirrt. In gemacht | gedicht | gefunden geht es darum, die Praxis des Schreibens und Lesens mit dem Gespräch über die Praxis in eine Beziehung zu setzen. Verhandelt werden die alten Fragen nach dem »wer schreibt was wieso und wie für wen«, die Frage nach dem Erkenntniswert von Lyrik (versus Wissenschaft), und zwar in kleinen Essays zu diversen Fragen, auf die der jeweils andere dann erwidert.

In erfreulicher Angriffslust sprechen hier zwei Vertreter von äußerst gegensätzlichen Lyrik-begriffen miteinander, um ihre Vorstellungen zu präzisieren und Schwachstellen in der Theorie des anderen und auch der eigenen? aufzudecken (welche Theorie zur Dichtkunst hätte keine?); der eine steht für die materialistische Gemachtheit des Gedichts und seine Einbettung in gesellschaftliche Produktionsbedingungen, der andere für eine Autonomie des dichterischen Zeichensystems, in dem primär etwas anderes spricht als eine bestimmte sozial verankerte Person. Ein größerer Gegensatz ist kaum vorstellbar als der zwischen soziologischer und idealistischer Sprechweise und dennoch führen Brunner und Schmitzer vor, wie der Gegenstand, um den es geht, den Konsens erzwingt, bei allen unüberwindbaren Gegensätzlichkeiten: Worauf der durchaus heftige Disput abzielt, ist das gute, das relevante Gedicht, und vielleicht sogar das gute, sinnvolle Leben.



Helwig Brunner, geboren 1967 in Istanbul, lebt in Graz. Studien der Musik und Biologie, arbeitet in einem ökologischen Planungsbüro. Sieben Gedichtbände (zuletzt: Süßwasser weinen, 2008, Schuberts Katze, 2009 und Vorläufige Tage, 2011) und drei Prosatitel (zuletzt: Die Zuckerfrau, Roman, 2008). Regelmäßige Beiträge in Lyrikanthologien, Zeitschriften und im Rundfunk; Mitherausgeber der Literaturzeitschrift ›Lichtungen‹.

Stefan Schmitzer, geboren 1979 in Graz, Studium der Germanistik in Graz und Wien 19992006, Herausgabe der ›edition C4‹, Veröffentlichungen in diversen Zeitschriften (›manuskripte‹, ›perspektive‹, ›schreibkraft‹), Veranstaltungsprogrammierung im Forum Stadtpark, Musik mit FUN+STAHLBAD, lebt in Graz.
2007 erschienen bei Droschl sein erster Gedichtband moonlight on clichy und bei Leykam die Erzählung vier schüsse; 2009 bei Droschl der Roman wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht; 2011 der Gedichtband scheiß sozialer frieden und gemacht | gedicht | gefunden. über lyrik streiten, eine poetologische Streitschrift mit Helwig Brunner.

2007 erhielt er den Literaturförderungspreis der Stadt Graz, 2008 den Förderpreis der Zeitschrift ›manuskripte‹.

»Stefan Schmitzers Gedichte beziehen ihre Kraft aus dem Spannungsfeld zwischen Emotionalität und kritischem politischem Bewusstsein. Stets verfolgt Schmitzer das ambitionierte Ziel, auf dem schwierigen Terrain jenseits des eingespielten Formenbestands nach eigenständigen ästhetischen Lösungen zu suchen.« (aus der Jury-Begründung zum Grazer Literaturföderungspreis)



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