Startseite Aktuell Über uns Referenzen Kontakt wellmann.literaturbüro - presse lektorat konzepte [Logo]
Aktuelles [Foto]

LEISTUNGEN

Aktuelle Projekte


Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
Veranstaltungen
Lektorat


Stefan Schmitzer
scheiß sozialer frieden


Gedichte
2011

Mit einem Nachwort von Clemens Setz

ISBN: 9783854207887
15.- €

gebunden, 21 x 13 cm

96 Seiten


Stefan Schmitzer hat seit seinem ersten Gedichtband moonlight on clichy einen Namen als politischer Dichter, »genau, wachsam, unversöhnlich«, einer, der sich »von keinem Jargon etwas diktieren lässt« (NZZ).

Dass seine Gedichte einen besonderen Groove haben, wurde aus verschiedenen Warten schon konstatiert. In Schmitzers zweitem Gedichtband ist das musikalische Vokabular, sind die musikalischen Strukturen sogar noch intensiver geworden, von Blues bis Popsong, von Lied bis Soundscape. Was die Texte aber verhandeln, steht in überraschendem Gegensatz zu den üblichen lyrischen Themen und Motiven von Pop und Zeitgeist: Da werden mit beinahe epischem Atem Wünsche und Sehnsüchte reflektiert, die Bausteine eines erfüllten Lebens, die gleichzeitig aber dieser Erfüllung im Weg liegen. Das hat oft einen grimmigen Witz, der sich gleichermaßen in Spott über die lyrischen Konventionen, im Spiel mit den lyrischen Formen von Reim und Rhythmus, und in der Verzweiflung über die Verhältnisse, die nun mal so sind, äußert: »Die Träume liegen schwer auf dem Cortex.«

Gedichte als Klopfzeichen, mit denen sich die verständigen, die in Platons Höhlen leben, in Schächten stecken; und als Gewährsleute wenn denn überhaupt welche herhalten müssen werden Bob Dylan und Walter Benjamin aufgerufen.

Pressestimmen
»Mit diesen Gedichten ist Schmitzer ein Wurf gelungen direkt, eigensinnig und ohne Angst davor, Position zu beziehen.« Christoph Hartner, Kronenzeitung

»Der Grazer Lyriker und Erzähler Stefan Schmitzer kotzt sich hier noch einmal ordentlich über die Beschaffenheit von Kunst und Welt, Liebe und Geld aus. Der Autor weiß natürlich darum, wie abgegriffen die Pose des jungen Wilden, des rebellischen Dichters inzwischen ist. Entsprechend richtet sich der Spott hier auch immer wieder gegen den Spottenden selbst. Und der hat zum Glück noch mehr im Angebot: zärtliche Sehnsuchtsbilder etwa, oder eine tiefe Liebe zur Popmusik, die sich in die Struktur der Texte eingeschrieben hat.« Sebastian Fasthuber, Falter

»In-der-Schlange-Stehen vor dem Konzert verfließt mit einem resignierten Blick auf Erste-Welt-Mentalität, auch Autobahnfahrten und Technomusik bieten Einfallschneisen in die gesamtgesellschaftliche Psyche. ... Das Ganze kommt mit eindringlichem Pulsschlag; mit hämmernden bis feinen Wiederholungsstrukturen entfalten die Texte einen rhythmischen Sog.« Bernhard Oberreither, Literaturhaus Wien

"Schmitzer hat den Beat, er ist ein subtiler Beobachter des Politischen wie des Privaten, und er hat auch die Pose, das stille Gewisper der Lyrik in einen Rocksong zu verwandeln." Werner Schandor, Schreibkraft



Stefan Schmitzer, geboren 1979 in Graz, Studium der Germanistik in Graz und Wien 19992006, Herausgabe der ›edition C4‹, Veröffentlichungen in diversen Zeitschriften (›manuskripte‹, ›perspektive‹, ›schreibkraft‹), Veranstaltungsprogrammierung im Forum Stadtpark, Musik mit FUN+STAHLBAD, lebt in Graz.
2007 erschienen bei Droschl sein erster Gedichtband moonlight on clichy und bei Leykam die Erzählung vier schüsse; 2009 bei Droschl der Roman wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht; 2011 der Gedichtband scheiß sozialer frieden und gemacht | gedicht | gefunden. über lyrik streiten, eine poetologische Streitschrift mit Helwig Brunner.

2007 erhielt er den Literaturförderungspreis der Stadt Graz, 2008 den Förderpreis der Zeitschrift ›manuskripte‹.

»Stefan Schmitzers Gedichte beziehen ihre Kraft aus dem Spannungsfeld zwischen Emotionalität und kritischem politischem Bewusstsein. Stets verfolgt Schmitzer das ambitionierte Ziel, auf dem schwierigen Terrain jenseits des eingespielten Formenbestands nach eigenständigen ästhetischen Lösungen zu suchen.« (aus der Jury-Begründung zum Grazer Literaturföderungspreis)



© 2006 - 2009 wellmann.literaturbüro
 


» zum Seitenanfang