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Lydia Davis
Formen der Verstörung


Erzählungen
2011
Aus dem Amerikanischen von Klaus Hoffer

ISBN: 9783854207849
22.- €
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gebunden, 21 x 13 cm
272 Seiten

Man Booker International Prize 2013



Lydia Davis wird in den USA gerühmt als »eine unserer originellsten und einflussreichsten Autorinnen«, eine Erzählerin mit ungewöhnlicher emotionaler Schärfe, formellem Einfallsreichtum und der Fähigkeit, uns genau dort festzuhalten, wo wir uns mental oder seelisch zu entgleiten drohen oder im Kreis gehen.

Mit ihrer vierten Story-Sammlung Varieties of Disturbance, 2007, schrieb sich Lydia Davis endgültig in die Reihe der Klassiker der Moderne ein. Ihre Themen sind überaus vielfältig: von den Irritationen bei der Betrachtung eines Säuglings, über die Vorbereitungen, die Kafka für ein Abendessen mit Milena trifft, bis zur Untersuchung einer Reihe von Briefen einer Schulklasse aus dem Jahr 1952 an einen kranken Mitschüler. Sowohl alltäglich als auch ungemein überraschend sind diese Geschichten, unterschiedlichst in der Form, von einem sehr trockenen Witz; viele haben nur die Länge eines Satzes.

Wem es in der Literatur um eine Erforschung des Denkens geht, um eine Erkundung unserer Phantasie- und Geistestätigkeiten, um den Imaginationsraum, den jedes Erzählen zu öffnen in der Lage sein sollte, für den sind die Geschichten von Lydia Davis Schatzkammern literarischer Erfindung. Nicht nur, dass sie alltagsneurotische Phantasien und Überlegungen in originellster Weise sprachlich dingfest machen es sind auch raffinierte Kommentare zum Erzählen selbst, ob sie nun Kafka selbst sprechen lassen, Beckett neuschreiben oder unterschiedliche Proust-Übersetzungen auf ihre Alltagstauglichkeit überprüfen.

»Geistreich, gewandt, ironisch, voller Understement und permanenter Überraschungen« (Joyce Carol Oates)

»Umwerfend komisch, erschreckend, vom Feinsten. Davis ist eine Magierin in Sachen Selbst-Bewusstsein.« (Jonathan Franzen)

»Raffinierte Stories mit hintergründigem Witz und von französischer Prägnanz.« (Jeffrey Eugenides)

»Wonach sie trachtet, ist: Wahrheit.« (Dave Eggers)

»Die beste Prosastilistin Amerikas.« (Rick Moody)

»Ein in seiner Kombination von luzider Klarheit, aphoristischer Kürze, formaler Originalität, listiger Komik, metaphysischer Düsterkeit, philosophischer Stringenz und menschlicher Weisheit in der amerikanischen Literatur wohl einzigartiges Werk.« (James Wood, New Yorker)

Pressestimmen zum Buch
"Lydia Davis ist eine Meisterin des gefriergetrockneten Witzes und der jähen Schwärze. (...) Eine Literatur, die mit knappen Formen den Geist engagiert, die bei aller Kürze zum Innehalten zwingt, die Denken als soches sicht- und auslotbar macht und die Selbstverständlichkeiten der Sprache infrage stellt." Angela Schader, NZZ

"Die Wissbegier dieser Autorin kann von inquisitorischer Eindringlichkeit sein. Für Lydia Davis stehen Poesie und Denkschärfe nicht im Widerspruch." Gisela von Wysocki, ZEIT

»Die amerikanische Autorin Lydia Davis überzeugt mit lakonischer Prosa derzeit etwas vom Besten aus der USA!« Martin Zingg, NZZamSonntag

»Lydia Davis ist eine Meisterin der kleinen Form. Ihre kurzen und Kürzest-Geschichten verwirren und amüsieren. Man liest sie ein zweites und ein drittes Mal, man versteht eine Szene und einen Gedanken und begreift vor allem, wie die Autorin denkt und ihr Denken und Fühlen in Literatur umsetzt.« Manuela Reichart, WDR 3

"Beckett, Kafka, Gertrude Stein: Das sind die Ikonen, mit denen Lydia Davis verglichen wird. Davis wurde 1947 geboren und ist eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen Amerikas. In ihrer neuen Story-Sammlung hat sie ihr Verfahren der Plot-Reduktion bei hoher Anspielungsdichte verfeinert." Daniel Haas, Deutschlandradio

"Gnadenlos lässt Davis ihre Gedanken schweifen, ohne Tabuzonen, nur um des Denkens willen. Und wie in dem alten Volkslied reißen die Gedanken auch bei Lydia Davis alle Mauern entzwei - und offenbaren den Blick auf die Absurditäten des Alltags, die wir viel zu oft als selbstverständlich hinnehmen." Jan Ehlert, NDR Kultur

"Die US-Autorin Lydia Davis ist die Meisterin der verknappten Short Story, wie ihre neue Geschichtensammlung "Formen der Verstörung" nahelegt ...Tröpfchenweise wird der eigene Blick auf die bittere Absurdität des Alltags von den Formen der Verstörung geformt. Lydia Davis ist ansteckend." Lennart Laberenz, taz

"Das ist vielleicht die größte Kunst Lydia Davis´: Dass man als Leser Zeile um Zeile Ähnliches oder gar Identisches erinnert und wiedererkennt aus diesem ganz normalen Leben. Nur könnte man es nie so sparsam und so fein formulieren." Sylvia Staude, FR

"Texte von Lydia Davis fesseln den Leser nicht deswegen, weil sie mit seinen Erwartungen oder seinen Ängsten oder seiner Neugier spielen, auch nicht deswegen, weil sie an modische oder brisante Themen anknüpfen, sondern weil sie geistreich, überraschend und neurotisch sind... Lydia Davis hat ein wunderbares Gespür für Absurdität, Traurigkeit und Komik" Olga Martynova, Volltext

»Das Fehlen jeglicher Prätention nimmt für Lydia Davis und ihre Stories stark ein. Sie frappieren lakonisch, mitunter riskant einfach bis an den Rand der Banalität, manchmal verwegen labyrinthisch und sehr oft erfrischend komisch.« Kirsten Voigt, SWR2

"Lydia Davis ist eine geschickte, eine kluge Erzählerin. Sie führt uns auf vermeintlich sicheren Grund, um uns dann mit einem Wort, einer Frage aus eben dieser Lese-Spur zu werfen. Eine spannende Lektüre."
Manuela Reichart, rbb kulturradio

"Was Davis' formal manchmal eigenwillige Geschichten im Inneren zusammenhält, ist die verdichtete, eigentümlich kühle, jeden Überschwangs bare Sprache ... virtuos!" Bruno Jaschke, Wiener Zeitung

»Extrem kurze, vor allem aber ziemlich witzige Erzählunge.« Klaus Nüchtern, Falter

"Die Formen, die Lydia Davis für ihre Erzählungen findet, sind immer wieder überraschend. Sie zeigt, wie aus dem abstrakten Strukturalismus eine ganz lebendige, lebensnahe Literatur werden kann." Thomas Böhm / Julia Schoch, rbb literaturagenten




© Theo Cote
Lydia Davis, »eine der stillen Giganten in der Welt der amerikanischen Literatur« (Los Angeles Times), wurde 1947 in Northampton, Massachusetts, geboren, wuchs dort und in New York (und vorübergehend auch in Graz) auf, lebte längere Zeit in Irland und Frankreich und heute wieder in New York.

In ihrer Zeit in Paris begann sie zu übersetzen, zuerst für den Film und für Kunstgalerien, danach literarische Texte, u. a. von Blanchot, Butor, Jouve und Leiris; letztes Jahr erschien ihre preisgekrönte Neuübersetzung des ersten Bandes von Prousts Recherche.

Ihre Erzählungen und Stories liegen gesammelt vor in den Bänden Break it Down (1986), Almost No Memory (1997, Fast keine Erinnerung, Droschl 2008), Samuel Johnson is Indignant (2002) und Varieties of Disturbance (2007, <="" i="">, Droschl 2011) - sowie in den Collected Stories (2009).
1995 erschien ihr Roman The End of the Story (Das Ende der Geschichte, Droschl, 2009).



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