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Julien Gracq
Das Abendreich


Roman
Dt. Erstausgabe 2017

Aus dem Französischen und mit einem Nachwort
von Dieter Hornig

ISBN 978-3-85420-987-4
23 €

224 Seiten, 21x13 cm, gebunden



Das Buch

Gracqs Das Abendreich aus den frühen 50er Jahren, nie zur Veröffentlichung freigegeben, ist nicht minder eindringlich als seine großen Romane dieser Zeit, Das Ufer der Syrten und Der Balkon im Walde. Seine Prosa taucht die Personen, die Landschaften, die Handlung des Romans in beinahe surrealistisches Licht, gleichzeitig ist »das Abendreich« auch eine Art Vorläufer der phantastischen Reiche und mythischen Endkämpfe in Tolkiens Epos Der Herr der Ringe. Während »das Abendreich« zerfällt, erweisen sich die Phänomene der sichtbaren
Welt die Natur, das Licht, die Wege und die Jahreszeiten als die eigentlichen Akteure.

Die Mythen der europäischen Romantik werden mit denen des phantastischen Romans verschmolzen, in einer Stilistik, die ihresgleichen sucht, da für Gracq der Roman weder ein Mittel der Erkenntnis noch der Aufklärung ist, sondern eine neue und extreme Erfahrung darstellen muss.


Aus der französischen Presse:

»Ein prachtvolles Fest des Stils und des Sinns.«
(Bernard Fauconnier, Le Magazine littéraire)

»Die zeitlose Welt Julien Gracqs ist universell. Die Sprache, von der sie getragen wird, ist alterslos.«
(Guy Konopnicki, Marianne)

»Das Abendreich sprengte eindeutig die Nähte des traditionellen Romans. Nur Poesie pur: was für eine Erholung, was für ein Zauber!«
(Maurice Mourier, La Quinzaine littéraire)


Presse

»Man könnte süchtig werden.« (Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung)

»Das Buch ist, was man eine ›trouvaille‹ nennt, ein preziöses Fundstück, wie ein Edelstein.« (Romain Leick, Der Spiegel)

»Was Gracqs Werk von Anfang an auszeichnet, ist eine empathische Hinwendung und Liebe zur äußeren, physischen Welt.« (Jochen Schimmang, FAZ)

»Ein Buch jenseits aller Moden und Konventionen … ein atemberaubender Romantext.« (Ronald Pohl, Der Standard)

»Gracqs scharfe, präzise konturierte und existenziell aufgeladene Sprache entwickelt vom ersten Satz an eine enorme Spannkraft.« (Maike Albath, Deutschlandradio/Lesart)

»Das Thema, das Gracq in Das Abendreich beschreibt, wirkt hochaktuell. Es ist die Frage, was man als Einzelner tun kann, um dem sittlichen und geistigen Verfall einer dekadent gewordenen Gesellschaft entgegenzuwirken.« (Jan Ehlert, NDR)

»Selten liest man so fein ziselierte Sätze und entdeckt einen so überraschenden Vokabelreichtum wie bei Gracq. Schon alleine deshalb lohnt sich eine mehrfache Lektüre.« (Christoph Hartner, Kronen Zeitung)

»Das Buch schaltet den Rest der Welt ab.« (Arno Widmann, Berliner Zeitung)

»Es ist ein mystisches Land, in dem der Held und Ich-Erzähler zu Hause ist: ein Königreich mit strengen Regeln und einprägsamen Landschaften.« (ORF Bestenliste Platz 4, Juli 2017)




© Les éditions José Corti
Der Autor

Julien Gracq, 1910 als Louis Poirier geboren, war Lehrer für Geographie; er hatte am Beginn seines literarischen Schaffens Kontakte mit dem Surrealismus und war mit André Breton befreundet. Den Prix Goncourt für seinen zweiten Roman, Das Ufer der Syrten, 1951, lehnte er ab; bis zu seinem Tod 2007 lebte er zurückgezogen in Saint-Florent-le Vieil. Gracq ist einer der großen Einzelgänger der Literatur des 20. Jahrhunderts, sein Werk erschien schon zu Lebzeiten in der Bibliothèque de la Pléïade.

Bei Droschl erschienen zuletzt Gespräche (2007), seine aus dem Nachlass herausgegebenen Aufzeichnungen aus dem Krieg (2013) und der Roman Der Versucher (2014); außerdem, in der Essay-Reihe,
Philippe Le Guillous Besuche bei Gracq, Das Mittagessen am Ufer der Loire (2010).

Autorenfoto
© Droschl/José Corti
 


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