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Bodo Hell
Ritus und Rita


2017
Essay 69

ISBN: 9783854209928
€ 18

englische Broschur , 11,5 x 17,5 cm
120 Seiten





Das Buch

Wie in seinem 2008 erschienenen Band Nothelfer spielt Bodo Hell auch hier mit den Ikonographien christlicher Märtyrer und Heiliger, vor allem aber mit dem, was sich an Legende und Wissen, an Fakten und Fiktionen rund um sie angelagert hat. Die Kleiderordnung der Muttergottes, die Christmette, die Formen und Klänge der Glocken (Kirche- und Kuh-), Abseitiges und Wissenswertes dazu aus Kunstgeschichte und Brauchtum all das und mehr speist Bodo Hell seiner unverwechselbaren Dichtungsmaschine ein und wird damit, wie Ernst Jandl über ihn sagte, »mein Lesetempo verlangsamen, nicht die Tätigkeit meines Gehirns«.

Es sind erwartungsgemäß überaus komische manchmal bizarre und groteske Details, die da über die verschiedenen Annen, Liesln, Helenas, Valentins und Ritas zur Sprache kommen, und zwar in der ungemein energetischen Sprache Bodo Hells; er bedient sich dabei unterschiedlicher zeitgemäßer Formen, deren Wurzeln er manchmal schon in kirchlichen Sprechritualen entdeckt (Aufzählungen, Reihungen, Variationen), und immer verpackt er darin eine maximale Wissensfülle aus allen möglichen Kultur- und auch Naturbereichen. Selten ist traditionelles Wissen (und Scheinwissen), Anschauung von Hör- und Sichtbarem, Überlieferung und Distanz so fröhlich und in so fein dosierter Ironie aufgehoben wie bei Bodo Hell!

Pressestimmen

»Bodo Hell nimmt Heiligenfiguren zum Spielmaterial von neunzehn Erzähleinheiten, wo ihre Wandlungsfähigkeit auch in Sprache und Form noch einmal richtig ausgestellt wird.« (Anton Thuswaldner, FAZ)

»Hell gräbt nach den Wurzeln unserer Kultur, mit einer Neugier, wie sie selten zu finden ist.« (Brigitte Schwens-Harrant, Die Furche)

»Das Wundersame ist ein Wert an sich. Bodo Hell verleiht ihm eine Sprache, der Verzücken und Skepsis gleichermaßen eingeschrieben sind.« (Salzburger Nachrichten)




© Literaturverlag Droschl
Der Autor

Bodo Hell, geboren 1943 in Salzburg, Studien am Salzburger Mozarteum (Orgel), an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien (Film und Fernsehen) sowie an der Universität Wien (Philosophie, Germanistik, Geschichte). Er lebt heute als Dichter, Essayist und Künstler in Wien, im Sommer als Senner auf einer steirischen Alm am Dachstein. Hell erweist sich mehr und mehr als Meister eines Montage-Realismus, der dem Alltag, d. h. dem ganz normalen Wahnsinn, zur Sprache verhilft und so auf äußerst amüsante Weise dem Leser Einblick verschafft in sich selbst und ins Haus, das er bewohnt, ins Tollhaus unserer Gesellschaft.

Hells vielseitiges avantgardistisches Werk umfasst neben Texten auch Fotografien, Filme, Hörspiele, Musikalben und Theaterstücke. Zusammenarbeit mit Friederike Mayröcker, Liesl Ujvary und Hil de Gard. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (1972), dem Erich Fried-Preis (1991), dem Berliner Literaturpreis (1998), dem Preis der Stadt Wien (1999), dem Preis der Literaturhäuser (2003) und dem Telekom-Preis Klagenfurt (2006).

»Bodo Hell nähert sich mit ironisch-enzyklopädischem Anspruch der Welt. (…) Literatur, die im Gegensatz zu den verbiesterten Formen des poetischen Experiments höchst lebendig und weltbejahend ist.« (Paul Jandl, NZZ)

Autorenfoto
© Sigrid Landl
 


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