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Thomas Stangl
Freiheit und Langeweile


2016
Essay 76

ISBN: 9783854209812
€ 18

112 Seiten
engl. Broschur , 11,5 x 17,5 cm




Das Buch
Thomas Stangl hat nicht erst mit seinem Band Reisen und Gespenster bewiesen, dass seine außergewöhnliche, tiefgründige Prosa nicht nur im Bereich der erzählenden Literatur großartige Werke hervorbringt, sondern dass dieselbe Gestaltungskunst auch seine Essays durchdringt. Es tut der Literatur immer gut und zu manchen Zeiten ist es sogar unabdingbar , wenn man sie nicht nur schreibend und lesend betreibt, sondern wenn man über sie nachdenkt, in grundsätzlichen und auch in ungewohnten Zusammenhängen, und darin ist Thomas Stangl ein Meister.

Es sind Texte über den Raum der Literatur, über das Geheimnis des Für-Nichts-Stehens, die Einsamkeit, die sich dem Sozialen entzieht (»und damit der Gewalt, auch der Gewalt des Erzählten«), über das Unbestimmte, in dem und von dem die Literatur lebt, und über »die Spannung zwischen Wörtern wie ›seltsam‹ und ›wirklich‹«, über revolutionäre Hoffnungen und die Verwechslung von Literatur und Politik, über den Moment, in dem plötzlich alles möglich scheint, über die Pflicht, »absolut modern« zu sein und »diese Grenze aufzusuchen, hinter der nichts ist (nicht einmal ein Abgrund)«. Kronzeugen für die Argumentationen und Überlegungen Stangls sind Peter Weiss (»der vielleicht letzte revolutionäre Schriftsteller der deutschen Literatur«), Inger Christensen, Maurice Blanchot, Peter Waterhouse, Chris Marker oder Jean-Luc Godard.

Presse
»Wer wissen will, was Lesen und Schreiben bedeuten kann und was uns die Bücher sagen, der muss diese Essays unbedingt lesen.« (Jochen Schimmang, taz)

»Thomas Stangls Essays sind revolutionäre Implosionen, von denen aus sich der Raum des Politischen öffnen lässt. Sie laden ein zu einer Ästhetik des Widerstands.« (Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung)

»Stangl öffnet Türen zur Literatur, die sonst geschlossen sind.« (Peter Pisa, Kurier)




© Aleksandra Pawloff
Thomas Stangl, 1966 in Wien geboren, studierte Hispanistik sowie Philosophie und lebt in Wien. Seit Anfang der Neunziger veröffentlichte er Essays, Rezensionen und später Prosatexte in Tageszeitungen wie in Literaturzeitschriften.

Bereits sein erster Roman Der einzige Ort brachte ihm den aspekte-Preis (2004) für das beste deutschsprachige Debüt ein. In den Folgejahren erhielt er u. a. den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft (2007), den Telekom-Austria-Preis beim Bachmann-Preis (2007), den Alpha-Literaturpreis (2010) und den Erich-Fried-Preis (2011).

»Es gibt keinen österreichischen Schriftsteller, der so sehr in der Lage ist, Figuren eine eigene Wahrnehmung zukommen zu lassen und sie gleichsam darin einzuspinnen.« (Josef Haslinger, Literaturpreis Alpha)

Autorenfoto
© Aleksandra Pawloff
 


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