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Gertraud Klemm
Aberland


Roman
2015

ISBN: 9783854209638
19.- €
gebunden, 21 x 13 cm
184 Seiten

Platz 4 der ORF Bestenliste März 2015

longlist zum Deutschen Buchpreis 2015




Elisabeth, 58, versucht würdevoll zu altern. Ihr gutbürgerliches Leben ist am ehesten charakterisiert durch all das, was sie nicht getan hat: Sie hat nicht studiert und nicht gearbeitet, sie hat ihre Kinder nicht vernachlässigt und ihren Mann nicht mit dem Künstler Jakob betrogen, sie hat der Schwiegermutter nicht die Stirn geboten und stellt noch immer nicht den Anspruch, ins Grundbuch der Jugendstilvilla eingetragen zu werden. Und sie beobachtet ihre Kinder, vor allem Franziska, 35, die zu Wutausbrüchen neigt, mit den Anforderungen der Gesellschaft an ihre Mutterrolle hadert und die theoretische Gleichberechtigung von Mann und Frau im Alltag nicht einlösen kann.

Gertraud Klemm, die mit einem Kapitel aus diesem Roman den Publikumspreis in
Klagenfurt gewann, schildert eine gesellschaftliche Situation, in der mit viel »ja aber« die wichtigen Entscheidungen verschoben und verhindert werden, und ihr Blick auf die Lage ist gnadenlos, bissig und (aus Verzweiflung?) wahninnig komisch.

BACHMANNPREIS 2014, Statements der Jury

Daniela Strigl: »Ein sehr kunstvoll rhythmisierter Text, eine atemlose Anklage. Ganz großartige Bilder, die einen überraschen, weil sie aus dem Hinterhalt kommen. Ich bin glücklich mit solchen Texten.«
Meike Feßmann: »Sehr schön, bösartig, mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen.«
Hubert Winkels: »Sehr österreichisch - man hört Bernhard und Jelinek darin. Sehr witzige, pointierte Szenen.«
Hildegard Keller: »Ein Stück Wutliteratur, entzündet an einem Muttertagsfiasko - sehr gut gemacht.«

Pressestimmen

»In ihrem Roman Aberland zeigt die österreichische Autorin Gertraud Klemm, wie die moderne Frau in uralte Fallen tappt.« Fatma Aydemir, taz

Gertraud Klemm "hat eine feine Beobachtungsgabe und ein tiefes Interesse daran, wie Menschen leben und vor allem: ein großes sprachliches Talent." ZDF aspekte

"Klemm arbeitet ihre Sätze sprachlich sehr genau aus; sie ist eine tolle Beobachterin, ihre Präzision trifft die wunden Punkte." (Carola Ebeling, ZEIT online)

"Aberland ist eine oft bitterböse Srach- und Denkanalyse weiblicher Selbsttäuschung und ein feministischer Apell - beklemmend gefühlsecht beschrieben" (Michaela Schmitz, Deutschlandfunk Büchermarkt)

»Gertraud Klemms zweiter Roman hat Blockbuster-Qualitäten.« Astrid Schwarz, fm4

"Ein herausragendes Buch. Von den Büchern mit feministischem Anspruch das interessanteste, differenzierteste und auch fairste, das ich in den letzten Jahren gelesen habe." Tanja Dückers, Literaturagenten, rbb

»Gnadenlos, bitterböse und auf schmerzhafte Weise unterhaltsam.« Christoph Hartner, Kronenzeitung

»Ein Roman-Furioso, dem man in dieser Intensität nur selten begegnet ... gnadenlos komisch und gallbitter, entlarvend, unentbehrlich.« Werner Krause, Kleine Zeitung

"In ihrem neuen Roman rechnet Gertraud Klemm mit den Verhängnissen der Fortpflanzung ab - Große Literatur!" Fatma Aydemir, Missy Magazin

"Grandios" Anja Kümmel, Weser-Kurier

"Wortmächtig und kraftvoll entwirft Klemm ein Panorama weiblicher Perspektivenlosigkeit angesichts ungefragt tradierter Geschlechterrollen." Bruno Lässer, Vorarlberger Nachrichten

"Ich wünsche dem Buch nicht nur weibliche Leser, sondern auch viele männliche. Denn auch sie müssen die angestammten Geschlechterrollen verlassen und sich auf den unsicheren Weg der Suche nach neuen Mustern machen." Winfried Stanzick, buecher.de, lovelybooks, amazon.de, buechertreff.de, ebook.de

"Ich bin schlicht begeistert ... bitterböse geschrieben sollte es einen anregen, auch über das eigene Leben nachzudenken". Anna Jeller, Buchhandlung Jeller, Radio Superfly

"Scharfsinnig und mit viel Ironie schildert Klemm eine gesellschaftliche Situation, in der mit viel ´ja aber´ die wichtigen Entscheidungen verschoben und verhindert werden." Jury ORF-Bestenliste

"Gertraud Klemm lässt die Leserinnen mit schwarzem und teils trockenem Humor in ein aktuelles Aberland eintauchen, ein Land, in dem Frauen "Ja" sagen, auf das ein "Aber" folgt, anstatt ihr Leben in die Hand zu nehmen." Astrid Schwarz, ORF ex libris

"In "Aberland" zeichnet Gertraud Klemm ein bitterböses Generationenporträt zweier frustrierter Hausfrauen." Anja Kümmel, Fixpoetry

"Total ehrlich, direkt und lebendig" Franziska Zaugg, Berner Zeitung

"Sprachgewaltig!" EMMA

""Aberland" von Gertraud Klemm ist das perfekte Buch für den Moment, wenn du auf deinen Träumen herumkaust, wie auf einem alten Kaugummi." (Lydia Herms, Deutschlandradio Wissen)

"Jede Frau wird sich nach der Lektüre schwören, dass sie weder wie Franziska noch wie Elisabeth enden möchte." Stefanie Lasser, WDR 3, Mosaik

"Die Frauen, die hier geschildert werden, sind keine Vorstadtproleten, sondern selbstbewusste Akademikerinnen, die meinen, Gleichberechtigung in ihrer Beziehung oder Familie sei selbstverständlich. Je enger sich das familiäre Netz zusammenzieht, desto mehr begreifen sie, wie begrenzt ihre Freiräume sind und wie viel Mut und Verzicht es erfordern würde, ihr Leben zu ändern. Ein ver­störendes Buch." (Tanja Dückers, Jungle World)

"Gertraud Klemm schreibt mit feiner Beobachtungsgabe, ohne Larmoyanz, sondern mit zuweilen bissig aufblitzendem Witz in einer von kalter Wut auf die Verhältnisse genährten Sprache." (Matthias Gans, Neue Westfälische)

"So was kann wohl nur einer österreichische Autorin gelingen - mit herrlich zynischem Grundton, aber doch nie verächtlich... Und dann liest sich das ganze auch noch - möge man mir den Vergleich verzeihen - flüssig weg wie ein von einer Frauenzeitschrift empfohlener Unterhaltungsroman. Das muss man erstmal hinkriegen!" (Amazon, Keiner & Niemand)

"Was befähigt eigentlich das kleine Alpenland Österreich dazu, in steter Regelmäßigkeit so viele großartige Schriftstellerinnen hervorzubringen? Christine Lavant etwa, Marlen Haushofer, Ingeborg Bachmann, Elfriede Jelinek oder Marlene Streeruwitz. (...) Eine junge Autorin, Gertraud Klemm, könnte sich womöglich als bislang Jüngste in diese Liste bedeutender Schriftstellerinnen einreihen." (Rolf Löchel. literaturkritik.de)

"Die größte Qualität dieses Romans ist sein bissiger, wundervoll maliziöser Tonfall, mit dem Gertraud Klemm faden Alltag zu einem geradezu gruseligen Funkeln bringt." (Cord Beintmann, Literaturblatt für Baden-Württemberg)

"das reinste Vergnügen... Ein Wurf, dieser Roman, und eine unerhörte Probe grossen sprachlichen Könnens!" (Hardy Ruoss)

"Das große Glück des Romans ist, dass Gertraud Klemm nicht nur ein dringliches Anliegen hat, sondern gut beobachten und humorvoll schreiben kann." (mehrzeilenspruenge)

"Gertraud Klemm beschreibt die inneren Turbulenzen der beiden Frauen sehr realistisch und glücklicherweise klar und mitleidlos." (Maria Fellinger-Hauer, Kirchenzeitung)




© Dolores David
Gertraud Klemm, geboren 1971 in Wien, aufgewachsen in Baden, Biologiestudium. Sie erhielt mehrere Stipendien und Förderpreise, darunter den Irseer Pegasus (2014), den Wortlaut-Literaturpreis von FM4 (2004) und den Harder Literaturpreis (2012).
Bisher erschienen: Höhlenfrauen. Erzählungen (2006), Mutter auf Papier (2010). Herzmilch( 2014) ist ihr erster Roman und ihr erstes Buch bei Droschl. Für ein Kapitel aus dem 2015 erscheinenden Roman Aberland erhielt sie den Publikumspreis in Klagenfurt 2014.

Autorenfoto
© Dolores David
 


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