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Tor Ulven
Das allgemein Unmenschliche


2014
Aus dem Norwegischen von Bernhard Strobel
ISBN: 9783854209577
22.- €
gebunden, 21 x 13 cm
208 Seiten







Das Buch

Ungerührt und mit einigem Witz eroberte der Norweger Tor Ulven wieder eine Erkenntniskraft, die die Literatur auf dem Weg in die Unterhaltungsbranche oft verloren hat; existenzieller Ernst, eine geradezu wütende Aversion gegen falsche Tröstungen und eine vitale sprachliche Unverbrauchtheit machten ihn zu einem der großen dichterischen Erneuerer des letzten Jahrhunderts.
Ulven war ein Meister der knappen Form; er hinterließ nur einen einzigen, kurzen Roman. Sein Thema war die Zumutung des Todes, das kurze Aufblitzen des Individuums im Lauf der Geschichte, das so viel längere Leben und Überleben der Dinge, die er allerdings mit großer Empathie schildert, als wären es sich bereits Fossilien. Er selbst nannte seinen Stil »eine glühende Sprache unter kaltem, feuerfestem Glas.«

Der Band Das allgemein Unmenschliche enthält nicht nur seine beiden Einzelbände mit kurzer Prosa, 1991 und 1995 (posthum) veröffentlicht, sondern auch ein Werkstattgespräch mit dem Autor, das einzige Interview, das er gab und das eine hervorragende Einführung in sein Werk darstellt.

Pressestimmen

"gnadenlos, aber brillant" (Konstantin Ulmer, Der Freitag)

"Kleine Glückssplitter ... Die Texte haben fast lyrischen Charakter; sie erscheinen wie Kapseln und in jeder einzelnen Kapsel ist eine ganze Welt enthalten. ... Texte, die auf unbedingte Weise mit der Wahrheit bekannt machen möchten." (Ulrich Rüdenauer, WDR 3, Gutenbergs Welt)

"Tor Ulvens Texte sind unaufgeregt und dramatisch zugleich. Seine «Poetik des
Verweilens» macht das Unmenschliche im Minimen unserer Existenz sichtbar."(Samuel Moser, NZZ)

Tor Ulvens "bis zu philosophischen Erkenntnissen gesteigerte Sätze gleiten wie Zeilen eines Gedichts ins Herz und setzen ein Wissen frei, von dem wir nicht einmal ahnten, dass es in uns existierte." (Ingrid Mylo, Badische Zeitung)




©Lars Aarønæs
Der Autor

Tor Ulven wurde 1953 in Oslo geboren, wo er nahezu sein ganzes Leben verbrachte. Er begann als Bildender Künstler und nahm an der World Surrealist Exhibition in Chicago 1976 teil. 1977 erschien bereits sein erster Lyrikband. Nach einem nervösen Zusammenbruch verließ er seine Wohnung kaum mehr. Gegen Ende der 80er Jahre begann er wieder zu veröffentlichen, zuerst eine René-Char-Übersetzung (er übersetzte auch Claude Simon und Samuel Beckett), später Gedichte und ab 1990 nur noch Prosatexte. Am 18. Mai 1995 setzte er seinem Leben, mit 41 Jahren, selbst ein Ende.

Er erhielt einige Literaturpreise, war ein bei Kollegen, Kritikern und Lesern angesehener Autor und spielte auch in einer Musikband, die bei ihm zuhause probte.

Dunkelheit am Ende des Tunnels, 1994, ist Ulvens letztes Buch zu Lebzeiten, das erste auf deutsch (Droschl 2012). Der Verlag wurde für den Band mit dem HOTlist-Preis 2012 ausgezeichnet.

Autorenfoto
© Lars Aaronaes
 


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