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Yisang
Betriebsferien und andere Umstände


Erzählungen
2014
ISBN: 9783854209515
23.- €
Aus dem Koreanischen von Hanju Yang, Heiner Feldhoff, Gerda Kneifel.
Mit Fotos, einer Zeittafel, Anmerkungen und einem Nachwort von Hanju Yang



Das Buch

Überraschende Einblicke in die Moderne Ostasiens. Yisang, der als bedeutendster Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts in Korea gilt und Namensgeber des wichtigsten koreanischen Literaturpreises ist, enthüllt in seinen Erzählungen seine eigenen, damals als skandalös empfundenen Lebensumstände, seine von Eifersucht und nüchterner Analyse bestimmte Abhängigkeit von einer Prostituierten.

Erotik und Lebensmüdigkeit sind die großen Motive im Werk des frühverstorbenen Autors, und diese Themenkomplexe sind eingebettet in die spezielle Erfahrung eines Landes, das unter kolonialer Besatzung steht und dessen Gesellschaft zugleich den entscheidenden Wandel in die Moderne durchmacht. Die dadurch ausgelösten Leidenschaften, die Brüche, Unsicherheiten und neuen Freiheiten spürt Yisang mit seismographischer Empfindsamkeit in seinen Figuren auf, die zwischen ihrem Begehren und den ökonomischen Bedingungen nach ihrer Identität suchen. Die Bezugspunkte Yisangs sind Japan und die westliche Moderne, und das trifft im Besonderen auf seine stilistischen Techniken zu.

Yisangs Erzählungen zu lesen, heißt nicht nur, ein kaum bekanntes Land kennenzulernen (Korea um 1930), sondern von faszinierenden, intelligenten Texten über das Privatleben ostasiatischer Großstadtbewohner gefangen genommen zu werden.


Pressestimmen

"Dieser Yisang mit seinem surrealen Sarkasmus und er unheimlich gegenwärtigen Ironie im Umgang mit der eigenen Ich-Rolle ist eine wirkliche Entdeckung." (Mark Siemons, FAZ)

»Fantastisch ... der 1937 verstorbene Autor Yi Sang gilt als einer der interessantesten koreanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Der nun veröffentlichte Erzählband des Dandys zeigt Koreas rasanten Übergang in die Moderne.« (Katharina Borchardt, Deutschlandradio)

»Der bedeutendste und radikalste Dichter der koreanischen Moderne« (Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung)

»Ein Avantgardist an der Schwelle zur Moderne, ein experimenteller Lyriker, dessen Einfluss auf Koreas junge Schriftsteller nicht zu unterschätzen ist.« (Cornelia Zetzsche, BR2, Das offene Buch)

»Das wunderbare Sittenbild eines Koreas zwischen Kolonisation und Moderne, Individuum und Masse. Schlicht Weltliteratur von allerhöchstem Rang.« (Christoph Hartner, Kronenzeitung)

"Yisang, der Avantgardist, der blutjunge Literaturstar vor achtzig Jahren, ist endlich auf Deutsch zu entdecken! (Litprom Bestenliste, Cornelia Zetzsche)



Der Autor

Yisang, 1910 in Seoul als Kim Hae-Kyong geboren, gilt als der wichtigste Dichter der Moderne in Korea.
Noch während seines Architekturstudiums veröffentlichte er erste (auf Japanisch geschriebene) Gedichte, betrieb eher erfolglos mehrere Cafés und erlangte aufgrund seines dandyhaften Auftretens im von den Japanern besetzten Seoul eine gewisse Berühmtheit. Er starb, aus politischen Gründen inhaftiert, in Tokyo 1937 an Tbc.
Sein in nur wenigen Lebensjahren entstandenes Werk umfasst insgesamt 100 Gedichte, einen Roman, fünfzig Essays und die in diesem Band versammelten Erzählungen. Auf deutsch erschien bisher ein Auswahlband seiner Lyrik, Mogelperspektive (Droschl, 2005).

Autorenfoto
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