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Julien Graq
Der Versucher


Roman
Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Dieter Hornig
ISBN 978-3-85420-952-2
€ 23.
Deutsche Erstausgabe 2014
232 Seiten, 21 x 13 cm, gebunden

Platz 10 der SWR-Bestenliste März 2014




Das Buch

Julien Gracqs zweiter Roman (im Original Un beau ténébreux) wurde 1945 veröffentlicht und erscheint nun, fast 70 Jahre später, als letzter seiner großen Prosatexte zum ersten Mal in deutscher Übersetzung.

Ein vornehmes Strandhotel in der Bretagne. Unter den Gästen der Literaturwissenschaftler Gérard, der an einer Studie über Rimbaud arbeitet und uns in seinem Tagebuch über die anderen Gäste informiert. Die träge Ferienstimmung verändert sich mit einem Schlag, als ein neuer, faszinierender, intelligenter wie schöner Gast in Begleitung einer ebenso schönen Frau auftaucht, die Anwesenden in seinen Bann zieht und die Anordnung der Paare und die Ordnung der Gefühle durcheinanderbringt.
Gracq greift die von den Surrealisten geführte Debatte um den Selbstmord auf und verwandelt sie in ein philosophisch-romanhaftes Geschehen. Aber nicht nur der Surrealismus wird evoziert, sondern zahlreiche weitere intertextuelle Verweise auf die französische und die deutsche Literatur durchziehen den Roman.
Vor allem aber ist Gracq in diesem Werk bereits der Meister der atmosphärischen Landschaftsschilderungen, der ungewissen Stimmungen, einer Naturromantik von enormer Intensität, bei der Präzision und Phantasie untrennbar ineinander verwoben sind.

Pressestimmen

"Eine Fülle von brillanten Formulierungen, die den Leser immer wieder innehalten lassen" (Eberhard Geisler, taz)

»Der kleine Kreis bleibt weit über die Saison hinaus im Hotel, gewissermaßen, um die Katastrophe nicht zu verpassen. Mehr muss hier nicht verraten werden.« (Jochen, Schimmang, FAZ)

»Die Bretagne, wo Gracq als Kind die Ferien verbrachte, ist auf jeder Seite präsent, ist zu schauen, zu riechen, zu schmecken.« (Gisela Trahms, Literarische Welt)

"«Gracq lesen heisst für mich: sich in den Wald führen zu lassen, ohne zu fragen, wie weit oder wohin, ziellos», hat die französische Schriftstellerin Hélène Cixous einmal gesagt. Damit hat sie genau das getroffen, worauf man sich bei der Lektüre auch dieses Romans einlassen muss." (Hans T. Siepe, NZZ)

"Die jungen Hotelgäste an der bretonischen Küste geben sich dem Sport und dem Müßiggang hin und den diffizilen Überlegungen, die sich an die Frage knüpfen, welche Rolle man in seinem künftigen Leben zu spielen gedenkt. Gérard ist ein genauer Beobachter und sensibler Analysator dieses flirrenden, schillernden Netzes aus latenter Erotik, Zweifeln, Eifersucht und Konkurrenzgefühlen." (Thomas Palzer, Deutschlandradio Büchermarkt)



Der Autor

Julien Gracq, 1910 als Louis Poirier geboren, war Lehrer für Geographie; er hatte am Beginn seines literarischen Schaffens Kontakte mit dem Surrealismus und war mit André Breton befreundet. Den Prix Goncourt für seinen zweiten Roman, Das Ufer der Syrten, 1951, lehnte er ab; bis zu seinem Tod 2007 lebte er zurückgezogen in Saint-Florent-le Vieil. Gracq ist einer der großen Einzelgänger der Literatur des 20. Jahrhunderts, sein Werk erschien schon zu Lebzeiten in der Bibliothèque de la Pléïade.
Bei Droschl erschienen zuletzt Gespräche (2007) und seine aus dem Nachlass herausgegebenen Aufzeichnungen aus dem Krieg (2013); außerdem, in der Essay-Reihe, Philippe Le Guillous Besuche bei Gracq, Das Mittagessen am Ufer der Loire (2010).

Autorenfoto
© José Corti
 


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