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Georgi Gospodinov
Physik der Schwermut


Roman
Aus dem Bulgarischen von Alexander Sitzmann
ISBN 978-3-85420-849-5
€ 23.
Dt. Erstausgabe 2014
336 Seiten, 21x13 cm, gebunden

Platz 9 der ORF-Bestenliste März 2014





Das Buch

Der Erzähler von Georgi Gospodinovs zweitem Roman leidet an übergroßer Empathie: er kann und muss sich in alles und jeden einfühlen und erlebt dann, was diese anderen erleben ob das nun sein Großvater am Beginn des 20. Jahrhunderts war, der kleine in ein Labyrinth weggesperrte Minotauros oder eine Schnecke, die gerade verschluckt wird. Aber auch, dass die Zeit unwiederbringlich vergeht, macht ihm zu schaffen; und er geht mit Zeitkapseln dagegen vor: Behälter, in die alles hineinkommt, was für die Gegenwart wichtig ist. Aber was ist wichtig? Zu diesem Zweck wiederum müssen Listen angelegt werden, eine im alten Ostblock bei Kindern und Jugendlichen ohnehin beliebte Praxis …
Aus zahlreichen kurzen poetischen Kapiteln komponiert Gospodinov einen melancholischen Roman, der wie oft bei Melancholikern amüsiert und überrascht, und unterstreicht damit nachhaltig seinen weltliterarischen Rang. Seine Vergegenwärtigung altgriechischer Mythen ist ebenso denkwürdig wie seine Erinnerung an 40 Jahre bulgarischen Kommunismus. Und dass das Festhalten des gegenwärtigen Augenblicks eine vergebliche Aufgabe ist: es hindert ihn nicht daran, sich dieser Aufgabe von Seite zu Seite immer wieder neu zu stellen.

Pressestimmen

"Es bereitet ungeheure Lust, sich in den Gängen und Fluchten der
Erinnerung von Georgi Gospodinov zu bewegen, um nicht zu sagen zu
verlieren... Ein hinreißender Roman." (Sandra Kegel, FAZ)

"Georgi Gospodinvos Roman ist ganz große europäische Telepathie-Literatur." (Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung)

"Gospodinow katapultiert sich selbst in die erste Liga europäischer Autoren. (...) ein Buch, dessen ebenso komplexer wie komischer «Teilchenphysik der Trauer» kaum mehr mit Kritik, sondern nur noch mit Begeisterung beizukommen ist.
Ein Autor, der sich derart romantisch-kapriziös über die Niederungen von Roman-Kommerz und -Konvention erhebt, rettet nicht nur sich selbst, sondern auch die Literatur und mit ihr die ganze Welt." (Andreas Breitenstein, NZZ)

"Dieses Buch ist irrsinnig. Es ist hanebu&776;chen und hypernervo&776;s, sentimental, meditativ, extrem komisch, versto&776;rend, philosophisch wie poetisch, mikroskopisch und gro&776;ßenwahnsinnig. Voller Gottesbeweise und Geschmacklosigkeiten. Bevo&776;lkert von hoffnungslos Einsamen und skurrilen Gesellschaften. Kurz gesagt: ein tolles Stu&776;ck. (...) nahe dran ist am anarchistischen Meisterwerk." (Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung)

"Mit seinem literarischen Erfindungsreichtum, seiner Fülle an Details, skurrilen Gedanken und Abschweifungen hat sich Gospodinov in die erste Reihe europäischer Gegenwartsautoren katapultiert." (Jan Volker Röhnert, Tagesspiegel)

"Ein königlich postmodernes Spiel mit Formen und Inhalten, das trotzdem sehr bewegt. Grandios!" (Pascal Fischer, NDR Kultur)

«Physik der Schwermut» hat mich als Mensch, der lebt, liest, schreibt, einmal mehr davon überzeugt, dass es nicht gut gemachter Fiktion bedarf, damit ich in den Sog eines Buches gerate." (Judith Kukart, NZZ am Sonntag)

"Ein außerordentliches literarisches Erlebnis, mehr noch, ein unentbehrliches Buch für das restliche Leben." (Werner Krause, Kleine Zeitung)

"Ein Labyrinth, aus dem man nie wieder herausfinden will: weil diese Irrwege zu Herzklopfen und märchenhaften Erkenntnissen führen." (Ingrid Mylo, Badische Zeitung, Tipp des Monats)

"Gospodinov gelingt mit Physik der Schwermut Seltenes: Er ist unterhaltsam mit seiner melancholisch-humorvollen Alltagsplauderei und tief- und abgründig mit seiner mythologischen Fantasie." (Konstantin Ulmer, Der Freitag)

"Solange erzählt wird, ob in Bulgarien, dem "traurigsten Platz der Welt", im Schlafzimmer von 1001 Nacht oder im Labyrinth des Minotaurus, solange hat der Tod keine Chance." (Jörg Plath, Deutschlandradio)

"Lustvoll blättert man jede Seite um, begierig, zu erfahren, was dem Autor noch alles einfällt." (Pascal Fischer, NDR)

"Eine Liebeserklärung an die Fantasie ... eine literarische Wundertüte" (Carmen Eller, Cicero)

"Melancholisch, aber auch urkomisch und raffiniert" (Christopher Heil, literaturkritik.de)

"Der Roman ist so spielerisch-ironisch, dass man ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge liest. Georgi Gospodinov setzt so absurd und komisch Geschichten und Reflexionen über das Leben zusammen." (Nicola Steiner, 52 beste Bücher)

"Der Roman des 1968 in Jambol geborenen Georgi Gospodinov ist die beste Pille gegen Bulgarien-Unkenntnis, die es gibt." (Die Welt zur Europa-Wahl 2014)

"Die literarische Stimme Bulgariens." (Inga Pylypchuk, Die Welt)

"Ein Roman, der immer wieder mit neuen Perspektiven überrascht." (Mirko Schwanitz, BR Diwan)

"In seinem zweiten Roman perfektioniert der bulgarische Schriftsteller die Technik des fragmentierten Erinnerns - und begeistert damit Leser und Literaturkritik." (BR2, Buch Favorit)

"Wie klug, amüsant und überraschend Gospodinov eine Geschichte aus der griechischen Mythologie aufgreift und sie mit heutigen Menschen weiterführt, wie er vom Familienleben in Bulgarien vor 1989 und von seinen Reisen in labyrinthisch anmutende Städte nach 1989 erzählt, ist hinreissend poetisch, aber auch politisch." (Erika Achermann, Berner Zeitung)

"In Georgi Gospodinovs neuem Roman trifft das Nachdenkliche auf das Absurde und das Witzige auf das Traurige. "Physik der Schwermut" ist ein Buch der Anfänge und eines, das von Abschieden erzählt." (Insa Wilke, Deutschlandfunk Büchermarkt)

"Lustvoll blättert man jede Seite um, begierig, zu erfahren, was dem Autor noch alles einfällt, zuweilen eher eine Physik der Kreativität, als der Schwermut. Und keine Angst, verlorene Leserschäfchen treibt Georgi zusammen." (Pascal Fischer, NDR)

"In seinem lyrischen, erzählerischen und dramatischen Schaffen vereint Gospodinov hohen formalen Gestaltungswillen mit einem historisch konkreten Interesse an Individualgeschichte und Alltagskultur des Sozialismus. In Poesie wie Prosa erschließt er die Erfahrungen der bulgarischen Wendezeit mit ihren Auf- und Zusammenbrüchen, ihren kollektiven und individuellen Traumata, Melancholien und Absurditäten einem globalen Publikum mittels weltliterarischer intertextueller Bezüge." (Joachim Scholl, Deutschlandradio)


Gospodinov "ist ein Hauptvertreter jener neuen osteuropäischen Erzählliteratur, in der sich existenzielle Erfahrungen und soziale Beobachtung mit ambitionierter poetologischer Reflexion paaren.(...) aktuell (der) wichtigste bulgarische Schriftsteller." Richard Kämmerlings, DIE WELT




© Dafinka Stoilova
Der Autor

Georgi Gospodinov wurde 1968 in Jambol in Bulgarien geboren, studierte Bulgarische Philologie in Sofia, redigierte eine Literaturzeitung, war Kolumnist der Tageszeitung "Dnevnik" und arbeitet am Literaturinstitut der Bulgarischen Akademie der Künste.
1992 debütierte Gospodinov mit dem Lyrikband Lapidarium; eine Auswahl aus seinen Gedichtbänden ist 2010 auf deutsch erschienen, Kleines morgendliches Verbrechen. Von seinem Natürlichen Roman (1999) liegen mittlerweile Übersetzungen in dreizehn Sprachen vor (deutsch bei Droschl 2007). Sein Erzählband Und andere Geschichten war auf der Longlist für den Frank O'Connor Award. Auf deutsch außerdem: Gaustín oder Der Mensch mit den vielen Namen (Erzählungen, 2004).

 


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